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Halbtageswanderung
Senioren, Dienstag 02. März 2021

Vorgesehen war für diesen Dienstag eine Schneewanderung an der Lenk. Diese Wanderung wurde kurzfristig durch die Schneeschuh- und Fusswanderung vom 16. Februar am Jaunpass abgelöst. An Stelle jener vom 2. März wurde die genannte Halbtageswanderung eingeschoben.
Fünf Wanderinnen und zehn Wanderer trafen sich um 13 Uhr beim Bahnhof Interlaken Ost. Nach der kurzen Begrüssung wanderte die Gruppe auf der rechten Aareseite (Talstation Harderbahn) am Fuss von Goldswil vorbei zur Fachwerk-Eisenbahnbrücke der Zentralbahn. Von hier über den Katzenpfad hinauf auf die Wacht von Ringgenberg.
Da interessierte das anhand der instruktiven Tafel erklärte Alarmsystem aus dem 15ten Jahrhundert. Mit Chutzenfeuer, Rauch und Böllerschüssen wurden die Heere in kurzer Zeit mobilisiert. – die Wacht am Möschberg soll uns daran erinnern.
Die Wacht von Ringgenberg öffnet den Blick aufs Bödeli zwischen dem Thuner- und Brienzersee. Links beginnend mit dem Dorf und der Gemeinde Bönigen. Eigentlich ab der Lütschine Schlüsselort ins Haslital. Ca. 600 Jahre nach Christi Geburt von Alemannen besiedelt, im Jahr 1764 erstmals erwähnt, heute ca. 2'‘200 Einwohnerinnen und Einwohner. Anschliessend die Gemeinde Wilderswil, im Jahr 1224 erstmals erwähnt, heute ca. 2'650 Einwohnerinnen und Einwohner. Dann die Gemeinde Matten, 1242 erstmals erwähnt, ca. 4'100 Einwohnerinnen und Einwohner. Dann die Gemeinde Interlaken: Im Jahr 1130 wurde das Kloster des Augustinerordens gegründet, 1133 Schirmherrschaft von Kaiser Lothar III, 1224 Schutz durch die junge Stadt Bern (1191), bis 1484 auch Frauenkloster bis das ganze Kloster wegen sittlichem Zerfall geschlossen wurde. Im Jahr 1528 Übertritt in den Kanton Bern. Die Gemeinde Interlaken zählt heute ca. 5'600 Einwohnerinnen und Einwohner.
Schliesslich Unterseen: Heute ca. 5'700 Einwohnerinnen und Einwohner. 1279 gegründet durch die  Habsburger. Sie waren besonders an den Hafenanlagen der Weissenau und Neuhaus am Thunersee interessiert. 1470 zweiter Stadtbrand (der heutige Kirchturm stammt aus dieser Zeit). Reformation: 1528 „inderlappischer“ Krieg zwischen den Altgläubigen in Interlaken und den Neugläubigen in Unterseen. Ab 1750 Beginn des Tourismus…
Beeindruckend ist, dass die kurz beschriebenen Gemeinden und Orte noch heute autonom bestehen und gleichzeitig eng zusammenarbeiten (z. B. Tellspielareal und Eishalle in Matten, Bödelibad (Hallen- und Freibad Interlaken) in Interlaken).
Wer mehr erfahren will findet die Informationen im Internet.
Wohl verpflegt ging's weiter auf der Schattenseite des Wachtberges mit Sicht auf den idyllischen Burgsee, zum Teil über den Meldeläuferweg zur Kirche und Burg Ringgenberg. Von hier freie Sicht auf das in der Mulde wohl geschützte Dorf Ringgenberg und auf den Brienzersee, eingebettet in die steil abfallenden Bergketten. Erfreut über diese lohnenswerte Wanderung wanderten wir via Panoramaweg und Katzenpfad über die bekannte Eisenbahnbrücke zurück nach Interlaken Ost. Leider ohne Umtrunk hiess es Abschied nehmen.
René Wälchli


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