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Skitour Schwarzsee Breccaschlund
G-Tour, Samstag 06. Februar

An diesem Samstagmorgen treffen sich um 8 Uhr, eine Stunde früher als vorerst geplant, 19 erwartungsvolle Tourengänger*innen auf dem Parkplatz beim Camping im Schwarzsee Bad auf 1'055 m.ü.M.. Die einen besammelten sich vorher in Grosshöchstetten, die andern in Thun und andere kommen direkt angefahren. Nach der regnerischen und viel zu warmen Woche, sieht die Schneesituation eher trostlos aus. Der Himmel ist schon am Morgen bedeckt und die Schleierwolken verfärben sich durch den angekündigten Saharastaub mehr und mehr gelblich-orange. Auch ist es viel zu warm für die Jahreszeit. Die Wetterstation Plaffeien, in etwa auf der gleichen Meereshöhe wie der Schwarzsee, meldet ein Minimum von 4° C und ein Maximum von 9° C. Schon bei er Begrüssung verkündet Tourenleiter Timmy Büeler, dass er je nach anzutreffender Schneesituation spontan über die Routen entscheiden werde. Vorgesehen wäre die Besteigung der Pointe de Bremingard.

Nach intensiver LVS-Kontrolle, geht es um 8 Uhr 20 los, in coronagerechten Fünfergruppen. Wir folgen vorerst dem Strässchen gegen die Rippa. Der Schnee ist erstaunlich hart und teilweise eisig. Beim Erreichen der Sennhütte «Unteri Rippa» entdecken wir auf der rechten Seite die vielen niedergegangen Lawinen in den steilen Hängen gegen den Kamm «Les Recardets». Für den weiteren Aufstieg müssten wir diese Hänge mit all den Lawinenkegeln durchqueren. Nach einer kurzen Rast, entscheidet Timmy sinnvollerweise das Programm zu ändern und auf das vorgesehene Ziel zu verzichten. Aus einer Gipfeltour wird eher eine Skitourenwanderung.

Wir queren den Hang gegen die Alp Brecca und steigen von dort das Tal hinauf nach der Alp Cerniets. Kurz nach der Hütte steigen wir zum heutigen Ziel, einem kleinen Gupf «Punkt 1605», auf. Dort um 11 Uhr 40 angekommen, wird ausgiebig gerastet. Sogar die Sonne erscheint nun manchmal milchig gelblich, einem Vollmond ähnlich, durch den Saharastaubschleier.

Nach der Rast geht es zügig, auf gut fahrbarem hartem Schnee hinunter zur Alp Brecca auf 1'400 m.ü.M. Dort werden die Felle noch einmal aufgezogen, um in einem gut 15-minütigem Aufstieg aufs Ripetli zu gelangen. Von dort queren wir, wieder ohne Felle, den Hang zur Alp Stierenberg. Nun warten nach Timmy die «Pièces de Résistance» auf uns, zwei steile Hänge. Der Schnee ist auch weicher geworden und schwieriger fahrbar. Zudem hat es zu wenig davon, um in diesen Hängen die grossen Felsbrocken zu überdecken. Spitzkehren und Abrutschen ist angesagt. Nach einigen Mühen treffen wir nach der Bachüberquerung auf den Weg der zum unter Bödeli führt. Nun folgen wir dem Strässchen dem Hang entlang gegen das nördliche Ende des Sees, stückweise mit Skiern über Schnee, aber öfters zu Fuss. Um 13 Uhr 30 sind wir unten auf dem Parkplatz in der Gipsera. Drei Freiwillige opfern sich noch für einen ca. 1.5 km langen Fussmarsch, um für den Rücktransport Autos vom Ausgangspunkt zu holen, denn der Shuttlebus ist eingestellt. Zu guter Letzt hat Kurt, in Anbetracht der nach wie vor geschlossenen Gaststätten, vorgesorgt. Er offeriert zum Abschluss der speziellen Tour ein gemeinsames Bier, immer mit dem nötigen Corona-Abstand und von Zeit zu Zeit durch das Sesselbahnpersonal zum Maskentragen angewiesen.

Mein Dank geht, im Namen aller Teilnehmer*innen, an Timmy für die interessante Skitourenwanderung, die er bereit war, trotz eher suboptimalen Wetter- und Schneeverhältnissen durchzuführen.

Zum Schluss meines Berichtes die technischen Daten des Tages:
Länge ca. 10.85 km, Aufstiege total 660 m, Dauer Aufstiege ca. 2.5 Std, SK 2½ L+.
Jacques Blumer


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