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Wanderwoche Saas Almagell
Senioren, 08.-12. August

Sonntag - Anreise und erste Wanderung
Nach der langen Hinfahrt von den einen mit Zug oder Auto eingetroffenen Grosshöchstetter SAC Mitgliedern im Hotel Mattmarkblick, Saas Amagell, konnten wir unser Gepäck in einem Nebenraum des Hotels deponieren.  Wir tranken ein Bier, Mineral oder Kaffee und warteten auf unsere Gästekarte.  Ernst erklärte uns, dass wir für den Anfang von Saas Almagell nach Saas Fee wandern könnten. Kurz drauf starteten wir, überquerten die Strasse, spazierten zur Brücke, überquerten die Vispa und wanderten dem Flüsschen entlang bis Anfangs Saas Grund.

Dort bogen wir links ab,  an einem Picknick Platz vorbei rechts in den Wald hoch bis zur Schlucht, wo es nicht mehr weiterging. Wir kehrten zurück zum Picknickplatz, wo wir eine Kleinigkeit assen. Dann nahmen wir den linken Weg. Da ging es im "Zickzack" hinauf bis wir zum Restaurant Waldhüsi Bodmen kamen. Dort begrüssten uns Kamele. Oberhalb des Restaurants ging nun der Weg, den wir von Saas Almagell besser hätten nehmen sollen, nach Saas Fee.

Kurz vor Saas Fee bogen wir in den  Suonenweg ab. Dem Suonenweg entlang gelangten wir zur Felskinn-Bahn. Dort fuhren wir mit der Gondelbahn,  mit einmal umsteigen, bis zum Spielboden.  Bei Sonnenschein auf der Terrasse genossen wir die schöne Aussicht, die Berge und Gletscher. Die Gondelbahn brachte uns wieder nach Saas Fee. Dort spazierten wir durchs Dorf zum Busbahnhof. Mit dem Postauto fuhren wir zum Hotel Mattmarkblick zurück, wo wir unsere Zimmer beziehen konnten.
Ursula Brönnimann

Montag
Heutiges Wanderziel ist das Furggtal.
Um 9.00 starten wir zur nahe gelegenen alten Sesselbahn nach Furggstalden (1902m). Wir haben prächtiges Wetter, aber auf den Sesseln wird es kalt.
Auf einem Bergweg gelangen wir nach Furggu (2070m). Wir bleiben auf der rechten Seite des Bergbachs und wandern gemächlich in dieses einsame, stille Tal hinein.
Natur pur. Über der Waldgrenze wird es karg und steinig. Immerhin begleitet uns das Rauschen des Bachs und Bergblumen bringen Farbe ins Gelände.
Auf dem Schönenboden, einem kleinen Weideplatz, treffen wir auf ein paar prächtige Ehringerkühe. Kein Stall weit und breit.
Wir steigen eine Geröllstufe hoch, und kommen beim Punkt 2302 zur einzigen Brücke über den Furggbach. Von hier aus können wir das Ende des Tals, den Antronapass (2838) sehen.
Er ist auch ein Grenzübergang nach Italien. Für uns ist das heute ein zu langer Weg.
Nach dem Pick-Nick hinter windschützenden Felsbrocken wandern wir auf der linkenTalseite zurück.  Der Weg hier ist angenehm und wird abwechslungsreicher.
Zurück bei Furggu kommen wir endlich zu einer Alphütte und wieder zu einer kleinen Brücke. Direkt über uns, fast 200m höher, lugt das Heitbodme-Beizli hervor.
Wäre doch schön, dort oben noch ein Bier zu trinken. Hanspeter und Bernhard wollen das zu Fuss schaffen.
Wir anderen gehen zurück nach Furggstalden und weiter hinab, zur Heidbodme-Sesselbahn.
Oben im Beizli treffen wir wieder zusammen und geniessen neben einem feinem Zvieri auch das prächtige Saaser Panorama.
Gegen 16 Uhr tuckern wir per Sesselbahn wieder hinunter und kommen nach etwa halbstündigem Fussmarsch wieder ins Hotel.
Man trifft sich wieder zum Abendessen.  Hauptgang: Echtes Walliser Raclette.
Betreut werden wir von der resoluten Heike, was zu längeren Diskussionen und viel Lachen führt.
Annamarie Kohler

PS: Was Urs und ich erst am letzten Tag merken und erfahren, ist, dass bei der "Brücke 2003" Wasser vom Furggbach entnommen und dem Mattmark-Stausee zugeführt wird.

Dienstag
Am Morgen bereits wieder ein wettermässiger Wundertag! Unser Ziel heute wird die Hannig mit dem dahinter- resp. nordwestlich gelegenen Gipfelpunkt Gibidum sein. Wir begeben uns vollzählig um 08’30 Uhr zur Postautohaltestelle Saas Almagell-Postplatz und reisen mit einmal Umsteigen via Saas Grund nach Saas Fee. Vom Postbahnhof ist es kaum 10 Min. bis wir die Talstation der Hannig-Gondelbahn erreichen. Die kurze Fahrt führt uns in ein paar Minuten auf die 2336 m ü. M. gelegene Bergstation (Endstation) – dem Startpunkt unserer Bergwanderung. Zunächst steigen wir auf sehr gutem Terrain gemütlich bergan, im Blickfeld die imposanten 4-tausender der Mischabelgruppe und weiter südlich dem Alphubel und Allalinhorn. Die Route scheint sehr beliebt zu sein, begegnen wir doch oft Wanderer die uns überholen oder sich bereits auf der Rückkehr vom Mällig befinden. Ungefähr in der Hälfte der ca. 200 m Höhen-Differenz bis zum Aussichtspunkt des Mällig wird unsere Route zum „gewöhnlichen“ Bergpfad und damit etwas anstrengender. Doch bald schon haben wir den Gipfelpunkt mit 2698 m ü. M. erreicht und erfreuen uns der imposanten Aussicht. Nun führt ein schmaler Gratweg mit ein paar kleineren Steighindernissen zum Gibidum auf 2763 m ü. M. Hier wird die Aussicht auf die umgebende Gipfelwelt nochmals übertroffen und alle sind sich einig, dass trotz der paar anstrengenden Passagen sich diese Gratwegwanderung sehr gelohnt hat. Wir geniessen beim Picknick die ausserordentliche und beeindruckende Aussicht. Für den Rückweg entscheiden wir uns für die Gegenrichtung, anstatt über die Senggflüe, Balmiboden, Senggboden nach Saas Fee hinabzusteigen. Es wären so rund 1200 Höhenmeter zu bewältigen. Lieber geniessen wir noch einen Aufenthalt im Bergrestaurant Hannig und lassen uns sodann mit der Gondel zurück nach Saas Fee bringen. Alle sind wir noch sehr munter und entscheiden, den Rückweg nach Saas Almegell via dem vorzüglichen Waldstrassenweg Ronggji und Batistischwald unter die Füsse zu nehmen. Nach guter ¾-Std. Wanderzeit durch den kühlen Wald finden wir uns auf der Terrasse unseres Hotels zu einem flüssigen Finale ein und lassen den wunderschönen Wandertag noch eine wenig Revue passieren.
Bernhard Baldussi

Mittwoch
Unser besonderes Erlebnis am Allalinhorn 4027m
Schon während der ersten Tour am Sonntag bemühte sich Ernst Z. um einen Bergführer für die Tour aufs Allalinhorn am Mittwoch, 11.08.2021. Doch nach etlichen Telefonaten wurde es schliesslich Dienstagnachmittag, bis wir die Bestätigung erhielten, dass uns Beat Margelisch als Bergführer zugeteilt wurde.
Nach einem kurzen Morgenessen um 6 Uhr erreichten wir (Bernhard Baldussi, Ute Meerstetter, Ernst Zürcher und ich) mit dem Postauto frohgelaunt die Talstation Mittelallalin. Dort empfing uns ein von Bergfreude begeisterter Beat M., nicht selbstverständlich angesichts der älteren Seilschaft, die es zu führen galt.
Sobald wir eingelaufen waren, schlüpften wir in die «Gstältli» und auch die Steigeisen wurden montiert, unter kundiger Anleitung durch den Bergführer. Nach dem wir uns am Seil verbunden hatten, konnte es losgehen. Doch gleichzeitig verschlechterte sich das Wetter und leichter Schneefall sorgte für vorübergehende Skepsis. Durch aufmunternde Worte des Bergführers ging es Schritt für Schritt aufwärts immer darauf achtend das Seil des Vordermannes nicht zu berühren. So erreichten wir kurz nach 11 Uhr den Gipfel mit einem herrlichen Panorama.
Nach den obligaten Gipfelfotos und Panoramavideos begaben wir uns auf den Rückweg. Auch hier konnte uns Beat M. nützliche Tipps weitergeben (weiterhin aufs Seil achten, aufrechtgehen, Steigeisen voll einsetzen). So erreichten wir glücklich und zufrieden die Skipisten, wo wir uns der Steigeisen entledigen und die übrigen Utensilien zurückgeben konnten. Bei einem Drink im Drehrestaurant Mittelallalin konnten noch einige Fragen von uns vom Bergführer beantwortet werden. Und so wird uns dieses schöne Erlebnis auch weiterhin begleiten und wir fühlen uns geehrt.
Hanspeter Stucki

… und die anderen Fünf?...
Ursula Brönnimann, Annamarie Kohler, René Wälchli, Susanne Wälti folgten am Vorabend dem Vorschlag von Urs Schneider Hannig über den Gämspfad ab Saas Fee zu erwandern. Per Bus erreichten wir Saas Fee, querten über die hohe Brücke die Alpine Gorge (1772m) und folgten dem lohnenswerten Suonenweg bis zur Spielboder-Bahn (1842m). Hier der erste Kick; steil runter zum Wildbach mit Wasserrad und dann happig hinauf auf den Bergwanderweg., So kannten wir das Mass aller Dinge von allem Anfang an. Ein angenehm ansteigender Weg führte auf die imposante Gletschermoräne mit weitem Blick auf den verlandeten Gletschersee. War es ein Hirsch oder ein Rehbock, der sich am Fuss der Moräne zeigte? Leicht ansteigend erreichten wir über den Moränengrat Pt. 2050. Ab hier führte der Pfad durch offenes Gelände bis zum Teil recht happigen Anstieg über Pt. 2210 zum Mittagsrastplatz auf Pt. 2145. Am Fuss eines Lawinenkegels weideten Ziegen, eine davon, eine kecke Saanegeiss, inspizierte die Rucksäcke nach Leckerbissen. Fast gelang es ihr dem Schreibenden das Streichbrot unerwartet wegzuschnappen! Sorry. Ab hier führte der gut zu begehende Weg weiter auf Hannig (2339m). – Platz nehmen, Aussicht geniessen und nach Lust und Laune konsumieren war die Devise. – Reine Wanderzeit ca. 3 h. – Mir persönlich gaben Begegnungen mit Personen mit eher wenig geeigneter Ausrüstung zu denken. Das Gelände ist teilweise etwas ausgesetzt und bei nasser Witterung vielleicht problematisch zu begehen.

Per Kabinenbahn runter nach Saas Fee, kurzer Fussweg zu den Bahnen auf Längflue und bald genossen wir die unglaublich auf uns wirkende Aussicht in die unmittelbar vor uns liegende, sichtbar schmelzende Gletscherwelt!?! Rückkehr per Bergbahnen, kurzem Fussmarsch und per Bus zurück nach Saas Almagell.
René Wälchli

Donnerstag
«Hängebrücken und gesichert Felspassagen erwarten Sie».
So wirbt die Saastal Erlebniskarte für den Almageller Erlebnisweg mit Start in Furggstalden und Ziel Almageller Aelpji. Dauer: 1 Stunde für schwindelfreie Wanderer. Der Weg sollte uns den Kick für den sonnigen, letzten Wandertag der Tourenwoche geben, so hatte sich Ernst das überlegt und er traf ins volle. Urs passierte eine Hängebrücke ohne das Geländer zu berühren. Welche Leistung! Aus meiner Sicht hätten sie diese sparen können. Der «Militärweg» und «Suonenweg» nach Saas Grund war nur noch ein Peanut, aber schön, teilweise ging es durch Wald, der an dem warmen Tag, willkommenen Schatten gab. Bereits um 13 Uhr waren wir nach kurzer Rast bei der Seilbahnstation Saas Grund. Anstehen mussten wir nicht und so sassen wir schnell in der Godel, über den Tannen schwebend, in Richtung «Kreuzboden». Natürlich blieben wir bis «Hohsass» zum top of mountain sitzen, denn unsere Saastalcard ermöglichte uns die Fahrt gratis. Oben angekommen testeten wir das moderne Restaurant. Zur Freude aller waren die Preise für eine Stange, Kaffee… günstiger als im Tal, da lässt es sich natürlich noch angenehmer sitzen, vor allem wenn man den Bergsteigern beim Weissmies Abstieg zusehen kann. Unsere Tischteilnehmer hatten so ihre Favoriten mit den Seilschaften. Die einen wurden als «lahm» eingeschätzt und die anderen als «super schnell», weil sie überholten. Auf der Rückfahrt gegen 15 Uhr gab es einen kurzen Zwischenstopp beim Seeli Kreuzboden und dann ging es mit der Gondel immer mehr Talwärts, bis die Berge über uns immer mächtiger wurden und sich der Gedanke einschlich, dass es vielleicht doch nicht so einfach ist den Weissmies, mit seinen 4017 m zu besteigen.
Um 18:30 Uhr nahmen wir unser letztes, üppiges, feines, Abendessen im Hotel Mattmarkblick ein. René dankte in fröhlicher Runde, Ernst Zürcher für die Planung und Durchführung der gelungenen, unfallfreien, Tourenwoche. Nochmals ein grosses Dankeschön an Ernst! Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
Ute Meerstetter.

Freitag - Schlusstrunk und Heimreise
Dankeschön für die wunderbare SAC Senioren-Wanderwoche 2021:
Ernst Zürcher für die super Organisation und die Wanderleitung.
Den Autorinnen und Autoren für die informativen Berichte.
Den Fotografen Bernhard Baldussi, Ute Meerstetter, Urs Schneider, Hanspeter Stucki.
Dem Team des Hotels Mattmarkblick Saas-Almagell für den feinen Service.
Dem Gästebetreuer Rolf Zurbriggen für die Tipps zu den geplanten Wanderungen.
Zusammenfassung René Wälchli

 


 

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