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Tourenwoche Val Müstair
G-Tour, Montag - Samstag 26.-31. Juli 2021

Tag 1
06.17 ab Grosshöchstetten über Konolfingen-Bern-Zürich-Landquart-Zernez erreichen wir 11.13 Uhr Tschierv Biosfera. Unsere Unterkunft, das Hotel al Rom, liegt gleich neben der Postautostation.
Wir deponieren unser Gepäck und fahren mit dem Postauto über den Ofenpass bis zur Station Stabelchod, P8, 1880 m. Bewölkt, angenehme Temperatur.
Astrid leitet die Tour als Vorbereitung für die Ausbildung zur SAC-Tourenleiterin.
Leicht aufwärts wandern wir durch den Nationalpark. Mit dem Fernglas beobachten wir eine Steingeiss. Der Weg führt durch das Val Botsch bis zur Passhöhe zum Val da Stabelchod auf 2328 m.
Zwei Bartgeier lassen sich erblicken. Auf einem markierten Picknickplatz geniessen wir eine Pause. 15.20 Uhr erreichen wir unser Ziel, die Haltestelle Stabelchod.
Astrid, danke für die schöne Einstiegstour zu unserer Woche. Deine klaren Anweisungen und die gute Betreuung schätzen wir.
Doris Sägesser

Tag 2: Süsom – Valbella – God Tamangur – Lü
19.3 km / 5½ Std. / 669 hm / 878 tm
Wetterbedingt beginnen wir unsere Tour mit der Postautofahrt erst um 09:50H bis Süsom Givé, Pass da Fuorn. Da die Bezeichnung 'süsom' auf unseren Wegen immer wiedererscheint, hier kurz die Erklärung: süsom = zuoberst / oberhalb.
Vom Pass da Fuorn, 2149 müM, über Chaschlot gelangen wir stetig lieblich hinauf durchs Valbella-Tal zum höchsten Punkt auf 2531 müM und umrunden somit den Munt da la Bescha. Auf diesem Streckenteil beobachten wir ein Rudel Steinböcke.
Der Nieselregen begleitet uns von der Fuorcla Funtana da S-charl bis zur Alp Astra. Weiter geht’s in das europäisch einzigartige Naturreservat ‘God Tamangur’ (höchstgelegener Arvenwald Europas), welches über 300 Jahre alte Baumbestände vorweist.
Auf dem Rückweg geniessen wir im Kiosk Astra auf der Terrasse ein feines Café Lutz resp. eine feine Erfrischung.
Dem kleinen sich schlängenden Fluss Clemgia entlang, steigen wir auf den Pass da Costainas, 2250 müM.
Der Abstieg erfolgt durch den Lerchenwald nach Lü, wo wir auf die letzte Minute das Postauto erreichen. Einige unermüdliche nehmen noch den Weg nach Tschierv unter die Füsse.
Elisabeth & Stefan Suter, Astrid Gisler

Tag 3: Munt la Schera  (2586 m)
Mit dem Postauto fahren wir über den Ofenpass nach Buffalora.
Um 9 Uhr beginnen wir unsere Wanderung Richtung Munt la Schera (2586 m).
Nach der Alp Buffalora kommen wir beim Eingang der Minieras da Fiern (Eisenmine)
vorbei. Ab hier setzt der Regen ein. Vorher erfreuten wir uns einer prächtigen
Rundsicht. Von jetzt an befinden wir uns im Nationalpark.
Unser Ziel ist der Munt la Schera. Die Mittagsrast auf dem Gipfel ist wegen des Regens kurz.
Der Abstieg durch den Föhrenwald mit seinen Nebelschwaden erinnert an die Märchenwelt.
In Il Fuorn angekommen steigen wir in das Postauto, das uns nach Tschierv zurückbringt.
Lisa Geiser

Tag 4: Endlich schönes Wetter
Das heutige Ziel ist der Piz Umbrail auf einer Höhe von 3033 m. Der Gipfel markiert die Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Mit einem privaten Kleinbus fahren wir ins Val Vau. Der Aufstieg durch das Val Mora ist leicht ansteigend und abwechslungsreich. Nach zwei Stunden und circa 8.5km erreichen wir um 10.30 Uhr den 17ha grossen Lai da Rims auf 2396m. Die längere Rast am türkisblauen, glasklaren Bergsee nutzen einige für ein erfrischendes Fussbad, bevor wir die ca. 4km mit 600 Hm bis zum Gipfel in Angriff nehmen. Um 12.30 Uhr gratulieren wir uns zum ersten Gipfelerfolg in dieser Tourenwoche und geniessen den spektakulären Ausblick in das Münstertal und auf das Ortlermassiv. Nach der Mittagsrast braucht es für den zwei Kilometer langen, anfänglich steilen Abstieg zwischen Felsen und Geröllhalden, höchste Konzentration. Die Ketten an schwierigen Stellen sind hilfreich, faszinierend die gelben, mohnblumenartigen Farbtupfer, die vereinzelt im Geröll wachsen. Nach zwei Stunden inklusive grosszügiger Pause erreichen wir den Umbrailpass auf 2501 m.ü.M. Seit dem Mittelalter bildet er den Übergang zwischen Bormio (Italien) und St. Maria Val Müstair. Auf der ganzen Tour gibt es keine Einkehrmöglichkeit, nicht einmal einen Gelativerkäufer auf dem Umbrailpass. Stattdessen studieren wir Informationstafeln zur Grenzbesetzung von 1914 im damaligen Dreiländer-Eck Österreich, Italien und Schweiz. Um 16 Uhr kehren wir mit dem Postauto via St. Maria zurück nach Tschierv.
Priska Imholz

Tag 5
Zum zweiten Mal in dieser Woche empfängt uns bereits am Frühstückstisch vielversprechender Sonnenschein. Gutgelaunt besteigen wir um 9.00 Uhr das Postauto, das uns auf den Ofenpass (2149 m), dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, ( Piz Daint 2967m ) bringt. Nach einer Stunde erreichen wir eine Verzweigung, die einerseits ins Val Mora führt, und andererseits die Sicht auf den Grat zu «unserem Piz Daint» in voller Länge frei gibt. Den Aufstieg bis zum Gipfel bringen wir in angenehmem Tempo, und für einmal ohne Bikerkonfrontationen, hinter uns. Knappe 3 Stunden sind seit dem Tourenstart vergangen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause mit beeindruckender Rundsicht, machen wir uns in 3-er Gruppen für den Abstieg bereit. Vorsichtig nehmen wir den steilen, adrenalinsteigernden Abschnitt in Angriff. Später durchqueren wir ein eher flaches, mit Gras bewachsenes Teilstück. Der letzte Teil führt wiederum sehr steil, auf einem engen Zick-Zackweg, durch den Wald nach Tschierv hinunter. Zufrieden mit unserer Leistung, können wir auf der Hotelterrasse des Al Rom die schöne Rundwanderung mit einem kühlen Trunk abschliessen.
Fritz Hofer und allen mithelfenden Tourenleitern sei herzlich gedankt!
Eliane Gassmann

 

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