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Wanderung Schynige Platte
Senioren, Dienstag 20. Juli 2021

Gibt es einen schönern Ort als die Schynige Platte? Schrieb ich in der Einladung. 19 Wanderkameradinnen wollten dies wissen. Wir genossen einen sonnigen, wunderschönen Tag und die Antwort war bald gefunden: Es gibt keinen schönern Ort.

Mit dem recht günstigen Kollektivbillett (Fr. 21.40 hin und zurück) tuckelten wir mit knapp 10 km/h steil zur Schynigen Platte hinauf. Bald liessen wir das gegenwärtig zu einer gigantischen Baustelle verkommene Wilderswil unter uns zurück. Zuerst schnaagen wir durch Laubwald, dann schleichen immer mehr Tannen an uns vorbei. Schliesslich gelangen wir ins Kalkgebirge mit schwindelerregenden Abgründen. Oftmals wechselt ein ausländischer Tourist dann den Sitzplatz. Dann folgt der letzte kurze Tunnel und die drei weltberühmten Riesen präsentieren sich in voller Schönheit.

Die Schynige Platte hat ihren Namen von den relativ zur Umgebung hell leuchtenden Schieferschichten auf der Süd- Südwestseite. Es handelt sich hier um Sediment-Gestein, das unter Druck geraten und vermutlich dem Flysch zuzuordnen ist.

Zuerst der Startkaffee im Selbstbedienungsrestaurant. Sofort packt einen die wunderbare Sicht auf oder in die Lütschinentäler. Wir brechen auf und wandern auf dem schönen Panoramaweg zur Daube oder Tuba. Kurzer Halt. Auch hier ist die Sicht Richtung Thuner- und Brienzersee gewaltig. Weiter geht es auf dem Grätli zur Loucherhornhütte. Ganze Fel­der von Blumen aller Art überwältigen uns geradezu: Trollblumen oder Ankebällchen, Alpenrosen, Vergissmeinnicht, Enziane, Margriten und und…

12.20: Mittagessen auf einem Südhang neben dem Louchernhüttli. Auf einem flotten Bergweg wandern wir zurück zum Bahnstatiönli und begeben uns in den sehr gepflegten Alpengarten, der vom Botanischen Garten in Bern gärtnerisch und wissenschaftlich betreut wird. Der Garten ist wunderschön angelegt und Pflanzenfreunde kommen voll auf ihre Rechnung. Dabei begleitet einen ständig das einmalige Panorama. Dank der vielen Niederschläge sind die Hochgebirge wunderschön überzuckert und bilden mit dem blauen Himmel und den sattgrünen Weiden eine prächtige Farbpalette.

Im Restaurant wird abgerechnet und die Umgebung noch einmal genossen. Die Talfahrt ist um 15.41h.  Wir lassen die Seele im Freiluftwägelchen noch ein wenig baumeln, indem wir an die schönen Bilder denken, die wir heute aufnehmen durften.
Ernst Zürcher

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