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Bergwanderung Sigriswiler Rothorn
G-Tour, Samstag 19. September 2020

Eigentlich war für dieses Wochenende die Besteigung des Wildgärst von der First vorgesehen. Doch unser Tourenleiter Hans Bigler hat sich in Anbetracht eines nicht optimalen Wetterberichts entschlossen, die Ersatztour «Sigriswiler Rothorn» ins Programm zu nehmen.

Bei herbstlichen, eher nebligen Verhältnissen versammelt sich um 7 Uhr eine erwartungsvolle Schar von Bergwanderer auf dem Viehmarktplatz. Mit Privatautos geht es dem Thunersee entlang hinauf nach Sigriswil und von dort weiter auf die Wileralmi zum Parkplatz beim Skilift auf 1'184 m.ü.M. Nach kurzem Warten auf Hans, der im ersten Anlauf in Gunten die Abzweigung verpasst hat, sind um 8 Uhr 10 alle dreizehn Teilnehmer*innen bereit zum Abmarsch.

Ohne grosses Einlaufen geht es rasch mehr oder weniger steil bergauf, wobei Tourenleiteraspirant Pesche ein auch für den Schreiberling sehr angenehmes Schritttempo einschlägt. Beim Punkt 1299 m.ü.M. verlassen wir den offiziellen Wanderweg um über eine ehemalige Wegvariante gegen den Grat hochzusteigen. Unterwegs stossen wir auf den Weg der von der Schwanden Sagi her kommt. Oben auf dem Grat geht es quer durch lichtes Gehölz auf die Alp Underbärgli, unser Platz für die verdiente Zwischenrast auf 1'782 m.ü.M. Dies in Gesellschaft mit den Rindern, die wohl ihre letzten Tage auf der Alp geniessen. Nach kurzer Pause geht es weiter über die Alp Oberbergli, nun im Anblick unseres Tagesziels, auf einem Weg, der immer mehr vom Karstgestein geprägt ist. Unter dem Gipfel werden die Wanderstöcke deponiert, denn zur bevorstehenden Kraxelei zwischen und über grössere Felsbrocken werden die Hände gebraucht.

Um 11 Uhr 10 haben alle den Gipfel auf 2'051 m.ü.M. erreicht und man gratuliert sich gegenseitig zur Besteigung, unter Einhaltung der Corona-Regeln. Leider ist die Sicht nicht mehr überwältigend. Hinter der Niederhornkette sind die Berneralpen wolkenverhangen. Nur von Zeit zu Zeit wird einem durch ein kurzes Fenster der eine oder andere Gipfel präsentiert. Der Regenradar auf der Wetter App kündigt Regen an, so wird um 11 Uhr 45 zum Aufbruch geblasen. Und effektive setzt bald ein leichter Nieselregen ein, sodass auf die Abstiegsvariante über die Merra verzichtet wird. Der nasse Weg ist schon so teilweise rutschig genug. Wir folgen mehr oder weniger unserer Aufstiegsroute und werden dabei während einer guten Stunde vom Regen begleitet. Um 13 Uhr 45 sind wir alle wohlbehalten zurück auf dem Parkplatz in der Wileralmi.

Zum abschliessenden Umtrunk verbunden mit dem allgemeinen Abrechnen sind wir auf der grossen Terrasse im Adler in Sigriswil gut aufgehoben. Ein grosser Dank geht an Hans Bigler für die schöne Tour, auf teils unbekannten Wegen zu einem sehr bekannten Gipfel, aber auch an unseren Tourenleiteraspiranten Peter Straumann, der uns sicher auf den Gipfel und zurück führte. Ich wünsche ihm auf diesem Wege alles Gute für seine bevorstehende Ausbildungswoche im Bündnerland.

Zum Schluss meines Berichtes die technischen Daten der Bergtour:
Länge 9.90 km, Auf-/ Abstiege 962 m, effektive Wanderzeit 4 h 45 min.
Jacques Blumer


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