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Jura-Wanderung
Senioren, Dienstag 04. August 2020

La Chaux-des-Breuleux – Etang de la Gruère

Hartnäckiger Regen, von Nordwesten her Besserung, so lautete die Wettervorhersage für diesen Dienstag. Der Entscheid war schwierig, wir treffen uns schliesslich um 9.13 am Statiönchen und anschliessend im Café „du Cheval Blanc“ von La Chaux-des-Breuleux.

Die Anreise ist nicht einfach. 4 Kameradinnen haben den ÖV gewählt, 8 weitere sind in 2 Autos angekommen.

Die über 80 jährige Wirtin Marie-Madeleine Boillat wartete schon mit Kaffee und Züpfe auf. In gemütlicher Stimmung hoffen wir auf besseres Wetter. Kurz nach 10 lässt der Regen tatsächlich nach.

Wanderleiter Ernst äussert sich zu ein paar Punkten: Zahlreiche Entschuldigungen. Gründe: Wetter, Corona, Verletzungen und leider auch ein Todesfall in der Familie Gfeller (Absturz eines Neffen in den Gastlosen).

Die Aeoliennes („Windpropeller“) sind auch im Kanton Jura umstritten, wie einem Plakat zu entnehmen ist. Bei gutem Wetter könnte man deren 14 wahrnehmen.

Eine Anzahl Ortsnamen enthalten den Term „Chaux“. Der Jura besteht eben aus Kalk. Dennoch sind auch wasserundurchlässige Mergel- und Tonablagerungen erfolgt, so dass kleine Gewässer (wie der Etang de la Gruère) gestaut werden konnten.

Viermal werden wir im Verlauf der Wanderung die Kantonsgrenze Bern/Jura überschreiten.

Wir wandern über das weite Land und die eher lichten Wälder. Überall schöne, wohlgenährte Kühe und Pferde, Glockengeläut, so richtig Jura.

Schon bald taucht der Etang auf. Heute ist er eher düster, fast schwarz. Er ist von imposanter Grösse. Wir umrunden ihn auf federndem Torfboden mit einer Dicke von rund 8 Metern. Heute sind nur wenig Besucher unterwegs, was von Vorteil ist. Wegen Covid-19 ist Einbahn im Gegenuhrzeigersinn um das Gewässer.

Auf dem Rückweg kommen wir an einem Niedermoor, der „La Tourbière“ (auf Deutsch „Torfmoor“), vorbei. Das Militär ist daran, das Gebiet zu säubern und zu renaturieren, denn bis in die 70iger Jahre diente es als Zielgebiet der Armee.

Zurück bei Mama Boillat sitzen wir gemütlich zum Abschlussgetränke zusammen und treten nach einer knappen Stunde den Heimweg an. Mit einer schönen Erinnerung an ein besonderes Stück Jura verabschieden wir uns im „Cheval Blanc“.
Ernst Zürcher

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