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Aprilwanderung im Ostergau
Senioren, 09. April 2019

Natur und etwas Kultur im Luzernischen

Willisau – Ostergau - Geiss - Buchen -Wolhusen

Anders als üblich trafen wir uns diesmal direkt auf dem Bahnhof Konolfingen. Als Gruppe von 22 munteren Wanderinnen und Wanderern fuhren wir um 08:52 Uhr ab Richtung Langnau - Wolhusen und von dort noch kurz weiter nach Willisau. Das Wetter, als wechselhaft vorausgesagt, wurde nun zusehends heller und auch wärmer.

Nach ¾h waren wir bereits mitten im Ostergau angelangt - einem u.a. durch intensives Torfstechen entstandenen und östlich von Willisau gelegenen Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Den Spezialisten für Fauna hatten wir bereits unter uns: Ueli Neuenschwander führte uns den Teichen entlang und erklärte uns den Unterschied zwischen Hoch- und Flachmooren, und dass Erdkröten ihren Laich in Schnüren ‘befestigen’, während Frösche ihn in Ballen ablegen würden. Weiter erfuhren wir, dass dem Grasfrosch ein richtiges Grün vollkommen fremd sei, und er als «Braunfrosch» gelte, weil das Grün den Laub- und Wasserfröschen vorbehalten sei. Die weitverbreiteten, sympathischen Bergmolche entlarvte Ueli dann als gierige Froschlaich-Räuber… Wir hätten noch lange zuhören können; doch galt es nun, unsere Wanderung wieder aufzunehmen. Über Flur- und Waldwege querten wir eine eher schwach besiedelte, bäuerlich geprägte Landschaft und passierten immer wieder naturbelassene Hecken, gesäumt von intensiv leuchtenden Frühlingsblumen.

Nach einem kurzen Stundenhalt führte die Route nun über eine recht steile Treppe auf einen lang gezogenen Hügelrücken. Unweit vor Elswil nahmen wir Gastrecht bei der «Jagdhütte- Geiss» und hielten unsere Mittagsrast.

Über Elswil und Geiss erreichten wir auf leicht steigenden Pfaden den Weiler Buchen. Auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung angekommen, tauchten bereits der Spitalkomplex und erste neue Wohnblöcke von Wolhusen auf. Durch hohe Sandsteinwände beidseits der kleinen Emme begrenzt, kann sich der Ort nur nördlich ins Hinterland ausdehnen. Bei der Burg öffnete sich uns ein imposanter Ausblick auf das stattliche Dorf hinunter.

Vor der schlichten Totenkapelle aus dem Jahre 1661 machten wir einen Halt. Sie steht unter Bundesschutz. Im Innern betrachteten wir die einzigartigen Fresken (Wandmalereien), einen eindrücklichen Totentanz darstellend. Aufmerksam verfolgen wir das Geschehen: Der grazile Tänzer wendet sich hier nicht nur seinen jeweiligen Partnern zu, sondern richtet seinen ernsten Blick zuweilen auch direkt auf die «Gäste» im Innenraum…

Wieder draussen, wanderten wir ins Zentrum hinunter und weiter zum Bahnhof am Dorfrand. Im Schnellzug nach Konolfingen beschlossen wir, den eben verpassten Um- und Schlusstrunk im Restaurant Kreuz in Konolfingen noch nachzuholen.
B. Krähenbühl

 

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