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Winterpanorama-Wanderung Bern-West
Senioren, Dienstag 05. Februar 2019

Neuenegg – Bramberg – Wyden – Laupenholz – Laupen

Um 12:15 trafen sich 20 wanderlustige Senioren bei sonnigem Winterwetter auf dem Bahnhof Neuenegg zur Februar-Wanderung 2019. Nach der Begrüssung hielten wir uns nordwärts der Kirche zu, mündeten dort in einen mit Rundsteinen gepflasterten historischen Hohlweg und erreichten dann über einen offenen Feldweg den Weiler Brüggelbach. Hier wanderten wir weiter bergwärts dem Forst zu. Nun eröffnete sich uns erstmals das imposante winterliche Alpenpanorama (vom Pilatus bis zu den Freiburger und Walliser Alpen), was uns EmmentalerInnen unterwegs stets wieder neu ins Staunen versetzen sollte...
Auf abwechslungsreichen Waldwegen – mal weiss-weich, mal braun-matschig – erreichten wir nach 1¼ h die historische Gedenkstätte auf dem Bramberg. Der grosszügig eingerichtete Rastplatz stand uns heute exklusiv zur Verfügung, und der bereits wieder etwas höhere Sonnenstand im Februar sorgte für ein angenehmes Klima während der Mittagsrast.
Anschliessend hielten wir eine kleine historische «Andacht»:
Das Gemeindegebiet Neuenegg war gleich zweimal Schauplatz heftiger Kämpfe gewesen:

1339 Sieg der Berner über ein starkes Koalitionsheer aus dem Westen (Freiburg, Neuenburg, Savoyen): Bern verteidigt erfolgreich die Herrschaft Laupen, erstarkt und wird immer mächtiger.
1798 Bernische Truppen stoppen und schlagen eine aus dem Waadtland anrückende napoleonische Armee bei Neuenegg in die Flucht. - Doch nach der entscheidenden Niederlage der Berner im Grauholz, gegen eine 2. französische Armee geht der mächtige Stadt-Staat Bern unter – und mit ihm bald auch der 18-örtige Staatenbund der Alten Eidgenossenschaft.

Frisch gestärkt – und ohne auf (feindlichen!) Widerstand zu stossen – passierten wir die Weiler Bramberg und Wyden und gelangten zum Laupenholz. Der Weg führte nun stets leicht abwärts, lichtete sich allmählich auch, und plötzlich entdeckten wir nach 1¼ h unter uns Schloss und Altstadt Laupen.

Im Schlosshof streifte Marianne kurz die Baugeschichte der Anlage vom 12.Jh. bis in die Neuzeit und stellte die im Laufe der Zeit errichteten, abgeänderten oder auch teils entfernten Bauwerke vor. Die Anlage diente jeweils der entsprechenden Zeit gemäss als Wachturm, Wehranlage, Ritterwohnung, Schutz der Laupener in Kriegszeiten, Wohnsitz des jeweiligen Bernischen Landvogtes und später als Verwaltungsgebäude des Amtsbezirks Laupen. Seit der Regionalisierung des Kantons Bern 2012 wird die Anlage als Stiftung Schloss Laupen verwaltet und steht der Öffentlichkeit für Anlässe und Aktivitäten aller Art zur Verfügung. Das Schloss Laupen ist so nie zur Ruine verkommen und gilt heute als historisches Gebäude von nationaler Bedeutung.

Im gediegenen Café-Restaurant-Galerie in der schmucken Altstadt setzten wir uns zum Umtrunk zusammen. Um 16:40 brachte uns in die S2 über Bern direkt zurück ins Emmental.
B.&M. Krähenbühl

 

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