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Skitour Faltsche - Standflue 1978m
G-Tour, Samstag 09. Februar 2019

Route: Start bei Skilift Faltsche bei Reichenbach, Aufstieg im Bawald der Strasse entlang, das letzte Teilstück auf dem freigegebenen Weg durch die Wildruhezone bis zur Abzweigung Standflue – Wetterlatte. Dann der Wildruhezone entlang bis vor die Häusergruppe Engel, in einem weiten Bogen Aufstieg zum Grat und weiter auf dem flachen Grat bis zur Standflue. Die Abfahrt folgte der Aufstiegsspur, ausser beim Grat wo wir der Falllinie folgten.

Gesamtstrecke: 13 km, Aufstieg 650m, Abfahrt 930m

Am Samstag um 07:20 passierte es, Werner Blum fiel auf der Eisbahn, ich meine auf dem äusserst glattem Viehmarktplatz, so unglücklich hin, dass er die Tour bereits abbrechen musste. Wir wünschen Werner schnelle Heilung.
Die restlichen 15 Teilnehmer verschoben sich mit den Autos Richtung Oberland. Um 08:30 begann der Aufstieg mit dem Skilift. So benötigten wir für die ersten 300 Höhenmeter lediglich 5 Minuten. Mit einem gemütlichen Tempo stiegen wir bequem auf dem Waldweg bis auf ca. 1600m.
Die hohen Temperaturen und ein ganz leichter Regen lies den Schnee an den Fellen haften und zu beindruckender Grösse anwachsen. Dieses Phänomen unterbanden wir erfolgreich mit dem Anbringen von Skiwachs auf die Felle.
Bei «Erheblich» durchquerten wir das folgende kurze Teilstück. Eingeklemmt zwischen der talseitigen Wildruhezone und einem steilen Hang bergseitig. Mit jeweils einem Abstand von ca. 20m überquerten wir auch kleine Schneerutsche und Mikro-Schneebretter. Weil der Hang nur von geringer Höhe und der kritische Schnee bereits abgerutscht war, bestand objektiv keine grosse Lawinengefahr mehr.  
Danach öffnete sich die Topographie und zeitweise auch der Himmel, so, dass der Thunersee und das Frutigtal mit Niesenkette bewundert werden konnte, sofern man während des Hinaufgleitens den Kopf zu wenden verstand. Da kam uns auch schon der erste Heimkehrer über den breiten Grat entgegen. Die Schneeverhältnisse bereiteten ihm offensichtlich Schwierigkeiten und verhiessen für die Abfahrt nicht allzu viel Vergnügen.
In Gedanken versunken fand ich mich plötzlich um 11:50 auf der Standflue wieder. Felle demontieren, gratulieren, trinken, essen, versuchen die Berge zu identifizieren, Fotos schiessen, Skischuhe fest schliessen und dann um 12.30 ging’s los.
Uff, die Verhältnisse waren viel besser als befürchtet – beim Hinunterfahren vom Grat gabt es kurze rauschähnliche Momente… Das ging alles viel zu schnell vorbei! Um 13.30 sassen wir bereits im Restaurant Pintli, nahe der Talstation des Skilifts und feierten unsere Heldentaten.
Im Namen aller Teilnehmer danke ich Werner Wyss für die Vorbereitung, Verschiebung und Leitung dieser schönen Tour.
Robert Meerstetter



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