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Bergtour Wichelhorn
G-Tour, Samstag 03. - Sonntag 04. August 2019

Tag 1
Kurz vor dem Mittag trafen wir bei der Bergstation Chänzeli am Arnisee ein. Die Anreise durch das Entlebuch, Luzern, Erstfeld und dann mit dem Bus bis nach Intschi wurde etwas verlängert durch die Wartezeit an der Talstation der Bergbahn. Ganze sechs Gondeln dauerte es, bis die 8 Personen-Kabine die Kolonne vor uns geschluckt und nach 700 Höhenmeter wieder ausgespuckt hatte.
Es wurde beschlossen, das Mittagessen erst nach einigen bewältigten Höhenmetern einzunehmen, was aus zwei Gründen eine gute Entscheidung war:
1. hatten wir in einer Lichtung im «Grünen Wald» eine herrliche Aussicht auf den Arnisee und
2. hatte es in der Lichtung jede Menge Heidelbeeren, welche von allen eifrig gepflückt wurden. Einige verfeinerten ihr Fruchtdessert mit Zucker, den sie beim Znüni-Kaffee in Luzern hatten mitgehen lassen.
Als «Blauzüngler» wanderten wir bei durchzogenem Wetter weiter über den Riedboden, vorbei an der Sunniggrat Hütte bis zum Gipfel des Sunniggrat auf 2034 Meter. Die umliegenden Gipfel waren verhangen, aber wir wurden mit einem herrlichen Tiefblick auf den Urnersee belohnt. Nun folgte eine knapp 2 stündige Höhenwanderung unter den Felswänden des Langchälengrätli entlang des Chapferplanggen und unter dem Chapferplanggenstock durch in Richtung Leutschachhütte, welche wir kurz vor 17 Uhr erreichten.
Nach einem herzlichen Empfang in der Hütte feierten wir Apero und wurden anschliessend mit einem liebevoll zubereiteten Znacht verwöhnt. Eine Herausforderung waren die Liegeflächen: reichlich knapp bemessen.

Tag 2
Um beim Arnisee-Intschi Bähnli kein Risiko bezüglich Wartezeiten einzugehen, hat Stefan Suter, der Tourenleiter, das Frühstück auf 06:00 angesetzt. Nun ja, die meisten waren froh sich am Morgen wieder frei bewegen zu können……
Ein schmackhaftes Frühstück und los ging es bereits vor der auf viertelvorsieben festgelegten Abmarschzeit Richtung Wichelpass. In Gegensatz zum Samstag, als sich das Wichelhorn und auch die anderen Gipfel kaum zeigten, erstrahlten sie nun im schönsten Sonntagsgewand. Auch der, unterhalb der Hütte gelegene Niedersee, der bekannt ist für sein Tiefblau hat sich alle Mühe gegeben seinem Ruf gerecht zu werden.
Über Geröllhalden und Schneefelder bewältigten wir in ca 80 Minuten die 350 Höhenmeter auf den Wichelpass. Mit jedem Meter Aufstieg wurde die Rundsicht grandioser. Eine Leiter und einige Fixseile kurz vor dem Wichelpass machte diese Etappe besonders spannend.
Vom Pass aus auf das Horn waren es nochmals gut 200 Höhenmeter. Der Aufstieg auf 2767 Meter war weglos, etwa ein T4. Alle bewältigten das problemlos und dank dem frühen Aufbruch hatten wir reichlich Zeit die überwältigende Rundsicht bei besten Verhältnissen zu geniessen. Von den Berneralpen, aus einer ungewohnten Perspektive über das Gotthardgebiet und dann bis zum Säntis im Osten. Verständlich, dass die Diskussionen welches welcher Hoger ist und wie nun die andere Spitze heissen könnte, inklusive Geschichten wer schon wann und mit wem auf welchem Gipfel gestanden hat, kaum ein Ende fanden.
Es folgte nun der Abstieg vorbei an den vielen noch schneegefüllten Seeli, unter anderem dem Hinterseeli. Der Weg führte durch das Schindlachtal hinab zur Schindlachtalhütte. Dann der ergiebige Höhenweg, bevor ein letzter markanter Abstieg die Rundtour beim Arniseeli schloss.
Wir konnten die 1400 Höhenmeter dank der sorgfältig eingeteilten Etappen von Stefan gut bewältigen und beim Mittagessen oberhalb der Schindlachtalhütte hat der eine oder die andere einen PowerNap genommen.
Die Heimreise gestaltete sich problemlos, keine Wartezeiten beim Bähnli und sogar noch genug Zeit für eine Erfrischung im Restaurant Schäfli in Intschi.
Danke:
für das geniale Wetter
für die Gesundheit solche Touren bewältigen zu können
für ein zwischenfallfreies Wochenende
für die einmal mehr sauber geplante und souverän geführte Tour von Stefan
Die Verfasser
Ruth und Paul Moser

 


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