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Abendberg-Pfaffen-Turnen
Senioren, Dienstag 18. Juni 2019

Walter Kumli hat gut entschieden. Nachdem das Wetter eine Woche zuvor, am programmgemässen Datum, keine Bergtour zuliess, hat er die schöne Wanderung um eine Woche verschoben.  Und voilà, wir hatten einen idealen Wandertag, sonnig, mit einigen Wolken und angenehm frisch. So machten sich 16 Männer und 8 Frauen der Senioren des SAC Grosshöchstetten mit den Autos auf zur Rinderalp.

Von hier aus steigt der Bergweg steil an und in 40 Minuten erreicht man den Pfaffen. Genauer gesagt führt der Pfad westlich am 1942 m hohen Pfaffen vorbei.
„Darfs es Bitzli meh sy?“. Sieben Bergkameraden und –Kameradinnen sagten „ja“ und machten sich gleich zu Beginn von der Rinderalp hinauf auf den Abendberg (1'852 m.ü.M.). Der Umweg macht eine knappe Stunde aus, doch er lohnt sich. Wie an vielen Bergen der Region erfreuen wir uns auch beim Abendberg an einer leuchtend grünen Grasmatte am Südhang des Berges. Sobald man oben ist, steht man vor schroffen Abgründen. 850 m direkt unter uns liegt Zwischenflüh, wo wir noch vor kurzer Zeit mit dem Auto durchgefahren sind. Kein Wunder, hat der Bauer seine Alpweide mit solidem Draht geschützt, so dass die weidenden Tiere nicht in den Abgrund stürzen. Der Gegensatz zwischen den sanft grünen Weiden und den schroffen Abgründen fasziniert. Die Eine oder der Andere empfinden auch ein leises Gramseln beim Entlangwandern der Krete.
Für die „sieben Tüchtigen“ hiess es nun wieder runter zur Rinderalp und hinauf zum Pfaffen.

Auf dem Ostrücken geht es dann hinauf zum Turnen. Der Weg bietet sehr schöne Ausblicke Richtung Simmental und Einblicke in die mächtigen Felsbastionen unmittelbar unter dem Bergweg. Hie und da sind noch Schneereste zu überqueren. Dann auf dem Gipfel des Turnen (2'079) treffen wir wieder alle zusammen.
Wir geniessen die grossartige Rundumsicht während der Mittagspause. Walter ist dafür besorgt, dass sich alle ins Gipfelbuch eintragen. Einige markante Berge können wir ausmachen, doch viele sind aus dieser Perspektive nicht einfach mit den richtigen Namen zu identifizieren.
Schon bald steigen wir ab über Hinter- und Vordertäferten. Zahlreich sind die Bergblumen, die zum Teil bis vor kurzem unter einer Schneedecke begraben waren. Es wimmelt nur so von Enzianen, bzw. Bergenzianen mit ihrem leuchtenden Blau.
Die Thermikwolken verdichten sich allmählich und mit dem Erreichen der Rinderalp sind einige Regentropfen zu spüren. Nun geht es nach Oey in den „Sternen“, wo wir unsern Durst löschen und abrechnen.
Danke, Walter Kumli, für die tadellose Organisation!
Ernst Zürcher



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