Logo Home SAC JS SF
2018:JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezemberArchiv:Fotos + BerichteDeine Fotos übermitteln:Foto-Upload

Skitourentage Bivio
G-Tour, Montag-Samstag 02.-07. April 2018

1.Tag, Anreise
Ab Grosshöchstetten um 08:45 Uhr via Huttwil - Sursee - Luzern - Chur - Bivio. Kleinbus ( 20-Plätzer ) mit Anhänger, 300 km. Ankunft in Bivio um ca. 15:00 Uhr.

Lage und Unterkunft
Bivio ( 1769 m ü. M ) ist das oberste Dorf der Talschaft Surses ( Oberhalbstein ) an der Julierpassstrasse gelegen im Naturpark Ela. Bivio wird als Perle am Julier bezeichnet. Nicht von ungefähr, denn die Gegend am Julierpass ist im Sommer ein wahres Paradies für Naturfreunde und Wanderer - im Winter für Tourenskifahrer und Wintersportler.
Die Unterkunft, das Hotel Post, verströmt einen heimeligen Charme aus vergangenen Zeiten. Die Hotelbesitzerin und das Personal sind sehr freundlich und aufmerksam.
Das reichhaltige Frühstückbuffet sowie das 4-Gang-Menü am weiss gedeckten Tisch im schönen Speisesaal schmeckten ausgezeichnet.
Hans Thierstein

2. Tag, Roccabella 2727 m.ü.m.
Der Föhn bläst. Das spüren wir schon auf dem Weg zum Frühstück, beim Überqueren der Hauptstrasse. Wie gestern Abend ist der Tisch mit weissen Tischtüchern gedeckt. Silberbesteck, der Kaffee wird in Silberkrügen ausgeschenkt. Auf dem Tisch steht die Butter zu schönen „Röllchen“ gedreht. Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und lässt keine Wünsche offen. Ich schätze dieses besondere Ambiente im Hotel Post und geniesse dieses erste Frühstück. Um 08.00 Uhr sind alle bereit. Das erste Stück der Alpstrasse ist vom Schnee geräumt. Wir tragen die Skis die ersten 5 Minuten. Dann kann es losgehen. Zuerst Kontrolle der LVS Geräte. Hans teilt die Gruppe in vier Kleingruppen mit je einem Tourenleiter auf. Hans, Ueli, Timmy, Niklaus übernehmen je eine Gruppe. Zuerst folgen wir dem Verlauf der Alpstrasse Richtung Süden, kommen in die Talmulde von Tgaretga und überqueren den Bach auf der Brücke vor Fuma. Der Weg steigt leicht an. Der Wind weht stark, manchmal scheint kurz die Sonne durch, dann wird die Sicht wieder schlecht. Eine erste kurze Rast dann geht es weiter zuerst immer noch in südlicher Richtung danach in einem Bogen nach Osten. Eine zweite, etwas längere Pause. Dann steigen wir Richtung Sattel weiter. Von da wird der Wind plötzlich stark. Mit einigen Spitzkehren erreichen wir den Gipfel. Bei starkem Wind machen wir uns bereit für die Abfahrt. Die schöne, bewährte Mütze von Paul trägt der Wind mit sich. Zum Glück hat er noch eine Zweite dabei. Da der Wind stark bläst, die Sicht schlecht und der Schnee harstig ist, fahren wir die ersten Höhenmeter in der Spur. Nach dem Sattel nimmt der Wind etwas an Stärke ab und die Sonne scheint wieder durch. Auch der Schnee ist da unten einfacher zu Fahren. Es gibt noch einige genussvolle Schwünge. So erreichen wir in Gruppen Fuma, wo wir an einer etwas vom Wind geschützten Stallwand unser Mittagessen geniessen. Die Sonne scheint zwar, doch mit dem Wind ist es nicht warm. Darum brechen wir dann bald auf und erreichen nach einem kurzen Aufstieg, welcher im Schlittschuhschritt überwunden werden kann, bald unseren Ausgangspunkt, das Dorf Bivio. Jetzt bleibt, bis zum Nachtessen, noch genügend Zeit zum entspannen. Die einen beim Jassen, auf einem Dorfrundgang oder in der Sauna. Danke dir Hans und euch Tourenleiter für die umsichtige Führung dieser Tour. Es war ein schöner erster Tag.
Ruth Oberer

3. Tag
Um 07.00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Alle bedienen sich am reichhaltigen Buffet. In aller Ruhe können wir das Essen geniessen, starten wir doch erst um 08.30 Uhr.
Noch vor halb neun sind die 19 SAC-ler vor dem Hotel bereit zum Abmarsch. Eine Teilnehmende fehlt heute. Sie besucht eine Freundin in Savognin.
Die Felle sind montiert, die Schuhe auf „Marsch“ eingestellt. Los kann‘s gehen.
In vier Gruppen, gleich eingeteilt wie am Tag zuvor, starten wir bei der Talstation vom Skilift  Camon auf 1‘769 m. Der Weg führt zuerst entlang der blauen Piste Columban und zweigt kurz darauf ab in die schwarze Piste Valetta.
Die Wetteraussichten für heute sind nicht vielversprechend. Wolken, manchmal kurz Sonnenschein, angenehme Temperatur. Um ca. 10.00 Uhr erreichen wir die Bergstation von Skilift Camon auf 2‘198 m. Über die Pause im Restaurant freuen wir uns.
Gestärkt nehmen wir um 10.45 Uhr den weiteren Aufstieg in Angriff. Beim Skilift al Cant marschieren wir entlang der blauen Piste, überqueren dann die Liftspur und gehen weiter am Rand der roten Piste Pustiva.
Nun ist es stark bewölkt, teilweise sind wir im Nebel, hie und da weht der kräftige Südwind und das Schneegestöber wird stärker.
Um 12.00 Uhr erreichen wir unser heutiges Tagesziel. Bei der Bergstation vom Skilift al Cant auf 2‘550 m entfernen wir die Felle und machen uns zur Abfahrt bereit.
Wir fahren über die Piste – was bei diesen Wetterverhältnissen ideal ist. Bei der Mittelstation macht sich bereits die Sonne wieder bemerkbar. Weiter geht die Abfahrt über die rote Piste. Bei einem grossen Felsen machen wir Halt, richten uns ein und verpflegen uns aus dem Rucksack.
Vor 14.00 Uhr erreichen wir die Talsation vom Skilift. Wir sind glücklich und zufrieden, dass Hans Thierstein trotz der schlechten Wetteraussichten keinen Aufwand scheute und für uns diese Tour organisierte.
Wir haben nun Zeit für eine Dorfbesichtigung und eine gemütliche Jassrunde. Um 17.30 Uhr treffen wir uns zum Apéro und anschliessendem Nachtessen. Hans, im Namen aller Teilnehmenden danke ich dir für diesen Tag!
In Gesellschaft der SAC-Leute fühle ich mich sehr wohl. Ich freue mich auf die weiteren Tage in Bivio.
Doris Sägesser

4. Tag, Fuorcla da la Valletta
Die Wetterprognosen verhiessen, nach den durchzogenen letzten Tagen, auch für den heutigen, Bewölkung, allerdings mit einem Ende der Niederschläge während der Nacht. Umso erstaunter waren wir am frühen Morgen, als wir den blauen Himmel über Bivio entdeckten. Der Föhn war auch eingeschlafen und das schöne Wetter sollte uns den ganzen Tag begleiten, wenn auch von Zeit zu Zeit Nebelschwaden die Berge umhüllten. Die Lawinengefahr verharrte nach wie vor auf Stufe 3 «erheblich».
Nach dem Genuss des wieder reichhaltigen Morgenbuffets im Hotel, besammelten sich pünktlich um 08 Uhr 10 19 ausgerüstete Teilnehmende für die angesagte Tour. Zuerst fuhren wir mit dem Skilift, der extra für uns so früh in Betrieb genommen wurde, bis zur Mittelstation auf 2'198 m.ü.M. Kurzum wurden die Felle montiert, und bei schönsten Bedingungen, starteten wir um 8 Uhr 45, wie die letzten Tage in vier Gruppen, gegen die Fuorcla da la Valletta. Es ging vorerst, in sanftem Aufstieg, den Hängen entlang ins Valletta da Beiva. Im hinteren Talkessel gab es eine verdiente Pause, nach Karte auf einem kleinen See. Von ihm war in der wunderschönen, tiefverschneiten Winterlandschaft nichts auszumachen. Nach einem steileren Aufstieg, kam um 10 Uhr 45 auch der Letzte auf einer kleinen Anhöhe neben der Fuorcla, unserem Tagesziel, auf 2'586 m.ü.M. an.
Während der Gipfelrast zog Nebel auf und wir machten uns schon, wie in den letzten Tagen öfters, auf eine Spurabfahrt gefasst. Die Skibrillen wurden schon einmal vorsorglich aus dem Rucksack gekramt. Doch welch ein Wunder, nach der halbstündigen Rast verzog sich der Nebel und wir konnten auf der kurzen Abfahrt bis in die Talsohle ein paar wunderschöne Schwünge in den Pulverschnee ziehen. Noch einmal wurden die Felle aufgezogen und wir stiegen kurz, von 2'402 m.ü.M. hinauf gegen die Endstation des Skilifts auf 2'512 m.ü.M., auf. Alsdann genoss männiglich die Abfahrt hinunter zur Mittelstation, teils über die Piste und teils über Pulverschneehänge.
Nun wurde ausgiebig gerastet, nach der schlechten Erfahrung von gestern, etwas abseits vom Berghaus, in schönstem Sonnenschein. Nach der Rast, wurde um 13 Uhr die offizielle Tour vom Leiter Hans Thierstein als beendet erklärt. Jeder konnte von da an seine Wege gehen: Eine Vierergruppe stieg noch einmal gegen die Endstation auf, andere liessen sich vom Skilift hochziehen und wieder andere genossen, nach den eher ungemütlichen, letzten Tagen, die wärmende Sonne, bevor auch sie nach Bivio abfuhren.
Zurück im Hotel ging es ans Retablieren, zum Dolce-far-Niente oder Jassen. Einige hartgesottene verschwanden wiederum in der Sauna. Pünktlich um 17 Uhr 30 traf man sich  zum traditionellen Apéro im Arvenstübli, um anschliessend im Saal wiederum von einem feinen Nachtessen verwöhnt zu werden. Speziell sei hier zu erwähnen, dass von der herzlichen Gastfreundschaft im Hotel Post gar mancher vom heimischen Gastgewerbe von der Wirtin Martina Lanz etwas lernen könnte. Nach einem obligaten Schlummertrunk verschwanden auch die letzten vor 22 Uhr im Zimmer und versanken wohl bald in den wohlverdienten Schlaf. Dies im Wissen, dass uns nach Wetterprognose noch ein wunderschöner Tag mit der Abschlusstour bevorstand.
Jacques Blumer

5. Tag, Zahlenkreuzworträtsel BIVIO 2018
ausdrucken PDF
Raetsel
Nun, ein neuer schöner Tag ist am erwachen im Dorf Bivio.
Gleich so tun es unsere SAC`ler am Frühstückstisch nach einer erholsamen Nacht.
Leider ist es auch der letzte Tourentag der diesjährigen Skitourenwoche.
Wie gewohnt heisst es; 7h Frühstück, um 8h bereit stehen und kurz darauf laufen wir auch schon los.
Heute in Richtung Süden, hin zum Piz Lunghin 2779m, wobei unser Wintergipfel der Sattel davon ist auf 2732m.
Die ersten 7km und 800hm weisen für uns keinerlei Probleme auf, da unser „Notnagel“ das Gelände optimal ausnutzt um uns ins Tal hinauf zu führen.
Nicht mal der zeitweise starke vom Schnee und Höhe heruntergekühlte Föhn der uns entgegen bläst kann uns bremsen, auch nicht die einsetzende Aprilsonne auf den letzten 200hm bis zum Ziel.
Windstill, Fernsicht, angenehme Gipfeltemperaturen, so lässt es sich das z`Nüni essen.
Nach ausgiebigem geniessen treten wir die Talfahrt nach Bivio an und bei zunehmendem Sulz in tieferen Lagen können alle Teilnehmer ihre schönsten Schwünge in den Schnee zeichnen.
Nach getaner Arbeit und zum Schluss der Woche, ab ins Bier. Die gesamte Truppe liess es sich nicht nehmen mit einem kühlen Bier in der Hand den Kopf in die Aprilsonne zu halten.
Herzlichen Dank für die hervorragende Tourenwoche, für alle Vorbereitungen und die tollen Gespräche.
S. & T. Büeler

6. Tag, Heimfahrt
Strecke: Bivio-Tiefencastel-Chur-Linthebene-Herrlisberg-Hirzel-Luzern-Wohlhusen-Langnau-Grosshöchstetten.
Um 08.36 fast eine halbe Stunde vor der geplanten Zeit begannen sich die Räder des Minibus, sehr kompetent gesteuert von Hans Thierstein in Bivio zu drehen. Der erste Halt erfolgte in Thusis um 09.34.
Nach zirka einer halben Stunde fuhren wir weiter bis zum nächsten Stopp auf der Raststätte Herrlisberg. Dort konnten wir nach einigen Metern Fussmarsch eine wunderbare Aussicht auf den Zürichsee geniessen. Der Frühling machte sich in seiner ganzen Pracht bemerkbar!
Weiter ging es über den Hirzel nach Sihlbrugg-Luzern-Wohlhusen-Werthenstein, wo wir um 13.30 den letzten Halt machten.
Punkt 14.30 landeten wir wohlbehalten in Grosshöchstetten.
Danke Hans für die super Fahrt und die schönen erlebnisreichen Tage in Bivio.
Hans-Peter Ledermann



© SAC Sektion Grosshöchstetten 1999 - 2018: 19 Jahre!