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Skitour Fromattgrat
G-Tour, Sonntag 04. März 2018

Die vorgesehene Skitour vom 3. März 2018 auf die Mieschfluh wird wegen ungünstiger Schneeverhältnisse durch eine Tour auf den Fromattgrat ersetzt.
Am Strassenrand in Konolfingen warte ich auf meine SkitourenkollegInnen und schaue mir das spezielle Szenario am Himmel an. Morgenrot, Schäfchenwolken und feine Nebelschwaden wechseln sich ab. Laut Wetterbericht gibt es einen warmen, sonnigen Tag mit Bewölkungszunahme am späteren Nachmittag. – Und so war es auch.
Bei doch noch minus 3 Grad machen sich um 8.30 Uhr 24 Skitourenfan's in 4 Gruppen beim Parkplatz Meniggrund auf den Weg. Tief verschneit zeigt sich das Diemtigtal von seiner schönsten Seite. Viel Schnee, sehr viel Schnee ist gefallen in den letzten 2 bis 3 Tagen. Beim Marschieren fällt mir auf, dass man mit dem Skistock erst nach ca. 50 cm Neuschnee auf eine härtere Schicht stösst. Nach 1,5 Stunden Aufstieg gönnen wir uns eine kurze Pause. Ab jetzt sind „Vorspurer“ mit guter Kondition und Lawinenkenntnissen gefragt. Hans Bigler, Timmy Büeler und Ueli Gerber machen das ausgezeichnet. An Steilhängen sieht man bereits vereinzelte Schneerutsche, oder kann gleich miterleben, wie in unmittelbarer Nähe eine Lockerschneelawine lautlos den Hang hinuntergleitet. Gleichzeitig merkt man (als gewöhnlicher Skitourenfahrer), dass sich unsere Leitercrew professionell und äusserst pflichtbewusst mit der nicht ganz einfachen Situation auseinandersetzt. Ja – es herrscht Lawinengefahrenstufe „erheblich“. Um 12.30 Uhr erreichen wir den Gipfel des Fromattgrates. Ein schöner Augenblick!
Auch die Abfahrt verlangt angepasstes Verhalten. Wir überwinden Schneeverwehungen über Eis, geniessen Pulverschneehänge und kämpfen uns durch schwere Schneemassen. Chlöisu Bühler hat sich mit seiner „Schnuri- und Sturztruppe“ gut durchgeschlagen. Beim Ersteren hat er sich rausgehalten, beim Zweiten war er voll dabei. Im Verlaufe des Nachmittags haben wir die Felle nochmals angeschnallt, um vom Gestelengrat aus genügend Schwung für die definitve Abfahrt in's Tal zu holen. Nach 1300 überwundenen Höhenmetern kommen wir um 16.15 Uhr müde und zufrieden wieder am Ausgangsort an.
Die straffe Führung von Ueli Gerber, das disziplinierte Verhalten aller Tourenteilnehmer und die vorbildliche Zusammenarbeit der Tourenleiter haben mich an diesem Tag sehr beeindruckt. – Allen ganz herzlichen Dank!
Eliane Gassmann


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