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Wanderung Dezember
Senioren, Dienstag 11. Dezember 2018

Thun Bahnhof – Bonstettenpark – Gwattegg – Tropfsteinhöhlen – Allmendingen
Eine flotte Wandergruppe aus 24 Mannen und Frauen trifft um 12.19Uhr im Bahnhof Thun ein oder steht bereits dort in Erwartung eines etwas ungewöhnlichen Ausflugs. Angekündigt sind nämlich die Tropfsteinhöhle und die Grotten von Thun. Jeder denkt da an die Beatushöhlen.
Wir schlendern dem Schiffshafen entlang zum märchenhaften Schloss Schaudau. Weiter geht es nach Dürrenast, Schiffswerft, Strandbad, zum Bonstettenpark. Wäh-rend es noch um 11 Uhr in der Region Grosshöchstetten-Worb geschneit hat, bricht nun die Sonne immer heller hervor. Die Oberländer Riesen entkleiden sich und strahlen bald in schönstem Weiss. Die Sonne wärmt uns herrlich.

Wir wandern über die Holzstege durch Naturgebiete dem See entlang und steigen anschliessend steil auf zur Gwattegg. Die Aussicht über See und Region ist traum-haft. Eine halbe Stunde Waldweg unterhalb der Cheibenau, unterqueren der Auto-bahn und schon sind wir im Glütschbachtal. Jetzt befinden wir uns im alten Bachbett, wo ehemals die Kander durchfloss. Am Schiessstand Guntelseymatt vorbei und schon erreichen wir die Tropfsteinhöhle. Hier machen wir einen Pausenhalt. Um diese Jahreszeit ist am Schatten alles feucht.
Wir erblicken die hohen Ränder, wo sich die Kander vor über 300 Jahren durchge-fressen hat. Eine solche Wand ist immer auch ein naturgeschichtlich-geologisches Tagebuch. Während und am Ende der Eiszeit hat sich die Kander durch die Morä-nenhügel durchgefressen. Vor der Eiszeit, also vor einigen Millionen Jahren, bedeckte subalpine Molasse die Gegend südlich des Thunersee, ja einen Streifen entlang des ganzen Alpennordhanges. Als Drittes sind auch Kalkschichten vorhanden, die aus dem Erdmittelalter vor mehr als 100 Millionen Jahren stammen. Deshalb konnte sich ja auch eine Tropfsteinhöhle bilden, denn diese gibt es nur in Kalkgebieten.

Die Gegend hier ist sehr romantisch und lädt im Sommer zum Verweilen ein. Die Wanderung geht weiter und nach einer Viertelstunde gelangen wir zu den Höhlen der nördlichen Begrenzung des ehemaligen Bachbettes. Der Schreibende liest ein Berichtlein aus der BZ vor. Die Gielen sind hier vor rund 50 Jahren in Höhlen gekrochen, die leicht hätten zusammenbrechen können.
Schliesslich gelangen wir über Amerika nach Allmendingen, wo wir mit den Thuner Verkehrsbetrieben zurück zum Bahnhof gelangen. Es ist nicht einfach, in der Nähe des Bahnhofes ein Lokal für 24 Personen ausfindig zu machen. So flüchten wir uns notgedrungen ins Selbstbedienungsrestaurant beim Bahnhof, wo wir uns erfrischen und abrechnen. Einmal mehr hatten wir heute grosses Wetterglück. Petrus sie gedankt.
Ernst Zürcher

 

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