Logo Home SAC JS SF
2018:JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezemberArchiv:Fotos + BerichteDeine Fotos übermitteln:Foto-Upload

Wanderung November
Senioren, Dienstag 13. November 2018

Grosshöchstetten-Schlosswil-Münsingen
Von Grosshöchstetten über Schlosswil, Gysenstein, Tägertschi Station, runter ins Mühletal von Münsingen, mit ÖV via Konolfingen zurück an den Startort. Wetter: Einziger Regentag seit Wochen. Wanderzeit: 2 ½ Stunden.

15 „wasserfeste“ Wanderinnen und Wanderer trafen sich auf dem Viehmarktplatz in Grosshöchstetten. Der Weg führte über Thalibühl, dem Hürnbergwald entlang zur Allee von Schloss Will. Hürnberg: der Wald umfasst 238 ha, aufgeteilt in 405 Waldparzellen, die 185 Waldbesitzern gehören. Ca. Mitte des 14ten Jahrhunderts erkannten die Herren von Wil die Bedeutung des Hügels und teilten die Wälder auf die Gemeinden Schlosswil, Gysenstein (heute Konolfingen), Konolfingen Dorf und Grosshöchstetten im Verhältnis zur Parzellengrösse der Liegenschaften auf. Den Gemeinden wurden grössere Parzellen zur Nutzung durch Nicht-Hausbesitzer zugeteilt; zum Holz sammeln, als Weideraum für Schweine und Ziegen. Der Hürnberg war und ist immer noch Quellgebiet für Brunnen der genannten Gemeinden. In diesem Zusammenhang nannte Beat Krähenbühl den Tonisbach. Quartier in Konolfingen, und Bach, der im Raum Kehrmatt entspringt. Der Bach ist auf der Nordseite des Hügels auf dem Weg nach Schlosswil noch heute Feuerweiher, fliesst kanalisiert durch das Moos und speist im Sommer das Freibad von Biglen. Der Hürnberg ist ein „Wasserschloss“!

Am Ende der Allee richtete sich der Blick in Richtung Schloss Will. Im Vordergrund die „Buchenhalle“ einst wohl Richtplatz. – Mehr zum Schloss Will findet sich im Internet.

Weiter wanderten wir bergan, über kapitale Buchen, die eben gefällt wurden! In der Vorwoche war das lauschige Weglein noch unberührt. Oben am Waldrand heil angekommen erfreute uns Ueli Neuenschwander mit seinen erlebnisreichen Geschichten über Dachs- und Fuchsfamilien, die er per Zufall beobachten konnte. Nach einem kurzen, fast regenfreien „Apfelhalt“ auf der wunderschönen Brätlistelle oberhalb Gysenstein ging es bei Nieselregen weiter nach Tägertschi Station, hinunter ins Mühletal nach Münsingen. Abgerechnet wurde im Kaffee Berger. Die Rückreise per Bus und Bahn rundete den trotz Regen interessanten Nachmittag ab.
René und Ruth Wälchli

 

© SAC Sektion Grosshöchstetten 1999 - 2019: 20 Jahre!