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Wandern und Kultur am Doubs
Senioren, Dienstag 09. Oktober 2018

Glovelier – Le Bosnire – Montmelon Dessous – La Lomene – St. Ursanne
Der Viehmarktplatz in Grosshöchstetten lag noch im Finstern und war von herbstlichem Nebel umhüllt, als um 07:00 Uhr Chauffeure und Mitfahrende die Reise nach Glovelier (JU) antraten. Um 09:00 Uhr trafen sich alle 25 Teilnehmende – auch die ÖV-Reisenden – im Hotel de la Poste zum Morgenkaffee. Eine halbe Stunde später querten wir das Dorf und begannen den Aufstieg nach Le Bosnire. Die Nebel lichteten sich nun zusehends. Oben auf dem Hügelzug angelangt, genossen wir bereits die milde Sonnenwärme und die beginnende Herbstfärbung der Büsche und Buchen. Leider mussten wir dann auf der Gegenseite den Bergrücken wieder verlassen und erneut ins lichte Nebelmeer des Buchenwaldes eintauchen. Der Flurweg führte nun über Alpweiden weiter abwärts und nach dem Überqueren einer befestigten Strasse, war kurz Spurensuche angesagt, bevor wir den Wanderpfad nach Montmelon Dessous wieder aufnehmen konnten. Eine Brücke führte uns im Talboden auf das andere Ufer des Doubs. Inzwischen hatte sich der Nebel gänzlich verflüchtigt und der warmen Herbstsonne am wolkenlosen Himmel das Regiment überlassen. Die Wanderung dem ruhig fliessenden Fluss entlang war erholsam. - Alle freuten sich auf die verdiente Mittagspause.

Der Jura, insbesondere auch das Doubstal, bietet kaum ausreichend Arbeitsplätze. Eine vor Jahren noch florierende Kalkmine und die dazugehörenden Kalkbrennereien wurden inzwischen eingestellt. Von einer früheren Textilfabrik zeugt heute nur noch das typische Arbeiter-Doppelhäuschen-Quartier, welches wir kurz vor der Mittagsrast passierten.

In St. Ursanne ist der sanfte Tourismus eine wichtige Einnahmequelle geworden. Um 13:00 Uhr begannen wir unsere Stadtbesichtigung: Schon vom Rastplatz aus hatten wir eine einmalige Sicht auf das schmucke, kompakte mittelalterliche Städtchen, welches noch über die drei ursprünglichen Stadttore verfügt.

Vom Ursinus-Brunnen in der Ortsmitte ausgehend, zeichnete Marianne kurz die Entwicklung von St. Ursanne nach: Von der Eremitenklause des irischen Glaubensboten über ein erstes bescheidenes Klösterchen entstand im 12. & 13.Jh. der im romanischen Stil erbaute Chorherrenstift. Wir betraten die Kirche durch die figurenreiche Seitenpforte und besuchten später auch Krypta und Kreuzgang.

Nun hatten wir auf der Terrasse des Restaurants «Demi Lune» eine Kaffeepause redlich verdient. Auf dem Rückweg zum höher gelegenen Bahnhof fielen uns die hübschen, aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Stadthäuser auf.
Um 15:16 brachte uns der Zug nach Glovelier zurück.
Der Jura hat uns wirklich viel zu bieten an Naturschönheiten und kulturellen Sehenswürdigkeiten:
Au revoir!
B. Krähenbühl

 

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