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Bergwanderung Maderanertal
G-Tour, Samstag-Sonntag 07.-08. Juli 2018

Tag 1
G-Tour, der Name war heute Programm: Gemütlich und Genussvoll. 9 Frauen und 16 Männer bestiegen um 6.17 Uhr den Zug in Grosshöchstetten und konnten bereits nach 5 Minuten Fahrzeit in Konolfingen den ersten Kaffeehalt einschalten, während wir eine halbe Stunde auf den Regio-Express nach Luzern warten mussten. Von dort aus ging’s weiter nach Arth-Goldau und Erstfeld, wo wir auf das Postauto wechselten, das auf atemberaubendem Trassee ins Maderanertal nach Bristen fuhr. Die Golzern-Luftseilbahn mit einer Kapazität von 8 Personen pro Fahrt brachte uns auf die Sonnenterrasse dieses wild-romantischen Tals. Eigentlich wäre die Alpin-Wanderung über das Untere Furggeli in die Windgällenhütte des Akademischen Alpenclubs geplant gewesen, aber Ueli und Edith Gerber hatten bereits bei der Rekognoszierung entschieden, diese Tour mit der grossen Gruppe wegen ungünstiger Verhältnisse nicht in Angriff zu nehmen. Deshalb machten wir einen gemütlichen Abstecher zum Restaurant Edelweiss für einen Kaffee/Gipfeli-Halt und an den Golzernsee mit einem schönen Rundweg und zur Mittagsrast. Zum Baden im recht warmen Wasser war nur Ruedi aufgelegt, da die Bewölkung zeitweise dicht war. Kurz vor 13 Uhr brachen wir dann auf und stiegen die steilen 600 m auf zur Alp Oberchäseren und zum grossen Metall-Kreuz beim Bockistock (1940 m). Die Hochnebeldecke war nun ziemlich geschlossen. Auf dem Weg zur Hütte erfreuten wir uns an den vielen prächtigen Blüten von Enzian, Türkenbund, Arnika, Knabenkraut und anderen. Weitere botanische Highlights >>> siehe Bericht vom Sonntag. Um 16 Uhr trafen wir in der Hütte ein und konnten uns am Willkommens-Tee des gastfreundlichen Hüttenwart-Teams erfrischen. Wenig später trafen wir uns bei Sonnenschein auf der Terrasse zum Apéro. Herzlichen Dank nochmals den Spendern! Gemütlich verbrachten wir den Abend bei einem feinen Nachtessen, beim Jassen und Prichten und genossen die immer bessere Aussicht auf die Urner Bergwelt.
Beat Ritschard

Tag 2
Gemäss ersten Aussagen haben alle, wie es in den Hütten üblich ist, gut genächtigt. Die noch nicht wachen Geister wurden beim stärkenden Frühstück geweckt oder dann sicherlich bei den amüsanten Morgengesprächen vor der Hütte. Die wartende Zeit bis 08:15Uhr überbrückend erklärte uns die Hüttenwartin das schöne Urner Bergpanorama, welches wir eher selten zu Gesicht bekommen. Das Maderanertal und seine Umgebung ist unserer Sektion wenig bekannt, nach diesen beiden Tagen jedoch ein Geheimtipp.
Pünktlich wanderten wir los, dem schönen Bergweg folgend, an vielen Büschen, Birken und Ahorn vorbei. Wir passierten die Alp Stäfel. Weiter ging es leicht ansteigend zur Alp Gnof auf 1895 müM. Wie am Samstag „zwingt“ uns die prachtvollen Flora mit Eisenhut, Türkenbund, Alpenrosen, Enziane, Feuerlilie und vielen mehr zum Innehalten.
Beim Aussichtspunkt nach Tritt (1745 müM) genossen wir unser Znüni und den Blick Richtung Hüfifirn und ins Tal Richtung Bristen. Ab hier wurde der Weg steiler, doch stets sehr angenehm und gut zu bewandern. Ab Saas (1474 müM) wanderten wir unterhalb des markanten Felsbandes vorbei an vielen tosenden Wasserfällen, die wir zum Teil auf dem Hangweg zur Alp Gnof durch ihre Bäche querten. Die Wasserfälle sind speziell benannt – z.Bsp. Sidensackfall oder Milchbachfall!
In Balmenschachen, direkt am reissenden Chärstelenbach, genossen wir unser Mittagessen. Die Rast war nicht von langer Dauer, da wir noch eine schöne Strecke zu bewältigen hatten. Nun verlief der breitere Weg fast parallel zum Bach. Wir befinden uns bereits wieder in tieferen Lagen; die Zivilisation hat merklich zugenommen – viele weitere Wanderer oder Biker genossen das sonnige und warme Wetter.
Im Restaurant Legni (1011 müM) und seinem verträumten Plätzchen konnten wir nicht vorbeiwandern, ohne ein kühlendes Getränk zu geniessen. Bei der Talstation in Bristen angekommen, blieb uns genügend Zeit, um ein Eis zu essen, das kleine Wasserwerk zu besichtigen und sich bereits ein wenig von der schönen Tour zu erholen.
Trotz Missverständnissen betreffend Reservation durch die Postauto AG erreichten wir in geteilten Gruppen den Zug in Amsteg pünktlich. Somit ging auch die Heimreise reibungslos über die Bühne. Im Namen aller G-SACler danke ich Edith und Ueli herzlich für die prachtvollen zwei Tage im Maderanertal. Wir haben es sehr genossen eine uns eher unbekannte Gegend kennenzulernen und teilweise wie in einem Blumenstrauss zu wandern. Merci viu mol!
Astrid Gisler

 

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