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Bergtour Sidelhorn
G-Tour, Samstag-Sonntag 28.-29. Juli 2018

1. Tag
Ursprünglich waren 18 Teilnehmer/innen angemeldet. Wie es so ist, spielt das Wetter nicht immer mit. So musste Hans die Wanderung um eine Woche verschieben, und dann warens nur noch 8. Am Samstagmorgen trafen sich sieben Männer und eine Frau auf dem Viehmarktplatz in Grosshöchstetten. Mit zwei Autos fuhren wir auf die Grimselpasshöhe. Da angekommen stellten wir unsere Autos auf dem Wanderparkplatz ab. Nach einem schnellen Kaffee starteten wir unsere Wanderung in Richtung Hüsegghütte - Triebtenseewli - Bäregghütte zum Berggasthaus Oberaar. Dank Föhnlage hielt das Wetter noch bis zur Mittagspause, die wir oberhalb des Triebtenseewlis machten. Aber schnell verschlechterte es sich und es begann zu nieseln. Nach dem Montieren der Regenkleider machten wir uns auf den Weg hinunter zum Seelein, weiter in Richtung Bäregghütte. Da verbringt unser Nachwuchs in den Sommerferien das KiBe-Lager. Bald schon erreichten wir das Berghaus Oberaar, dieses liegt oberhalb des gleichnamigen Stausees mit Blick auf die umliegenden Berge und Gletscher. Dies war für eine Nacht unsere Unterkunft. Nach dem Beziehen des Schlafraums, gönnten wir uns in der gemütlichen Gaststube etwas zu trinken. Den Rest des Nachmittags verbrachten die einen mit einem Spaziergang hinunter zur Staumauer, trotz einsetzendem Regen. Die anderen bei einem angeregten Gespräch oder einem entspannten Nachmittags-Nickerchen. Um 17.45Uhr gab es unser obligates Apéro. Eine Stunde später ein feines Nachtessen. Da sich das Wetter wieder gebessert hatte und es noch zu früh war um schlafen zu gehen, machten wir noch alle zusammen einen Spaziergang über die Staumauer in Richtung Oberaargletscher. Auf dem Weg konnten wir noch etwas von der vielfältigen Blumenpracht geniessen. Wieder zurück, nahmen die Männer noch ein "Absackerli" zu sich. Danach gingen wir schlafen.
Hans, im Namen aller Teilnehmenden, ganz herzlichen Dank für alles, auch für die Mühe die Wanderung zu verschieben, wär schad gsi wemer nid gange wäre.
Edith Gerber

2. Tag: Berghaus Oberaar – Sidelhorn - Grimselpass
Route = Berghaus Oberaar, Triebtenseewli, Triebtenseelicke, Pt 2689, Sidelhorn, Pt 2689, Pt 2281 (Chrizegg), Grimselpass. ↔ 8km, ↑ 548m, ↓ 732m
Wetter = Bestes Sommerwetter
Leitung = Hans Thierstein
Teilnehmer = Niklaus Bühler, Bernhard Fankhauser, Edith Gerber, Ueli Gerber, Rudolf Kropf, Daniel Moser, Robert Meerstetter

Nach der wetterbedingten Verschiebung um eine Woche und dem Regen, der nachts auf das Hüttendach über uns trommelte, empfängt uns am Morgen ein absolut schöner Tag.
Nach bereits 1¾ Stunden Aufstieg erreichten wir die Triebtenseelicke auf 2638m. In der kurzen Pause konnten wir einen ersten Blick ins Obergoms und ins Wallis erhaschen.
Bevor wir auf dem Grat und der Grenze Bern-Wallis Richtung Siedelhorn folgen konnten, gab es mit einem Schlenker auf die Berner Seite eine schwierige Passage zu umgehen.
Was ich von Triebtenseewli aus als Gipfelkreuz interpretierte stellt sich als der Antennenmast des Vorgipfels dar. Dieser Teil bis zum tatsächlichen Gipfel war ein wunderschönes Kraxeln über mächtige Felsbrocken. Allein der Schreibende hörte dabei plötzlich ein Klicken und realisierte sofort, dass der ausgeliehene Schreibstift zwischen den mächtigen Felsblöcken für alle Zeit verschwunden bleiben wird. Wie sollte ich nun einen Tourenbericht mit nur wenigen Notizen schreiben?
Soviel weiss ich noch. Auf dem Sidelhorn genossen wir eine wunderschöne Aussicht mit Weisshorn, Matterhorn, Mischabelgruppe, Nufenenpass, Basodino, Galenstock, Diechterhorn, Bächlistock, Schreck- und Lauteraarhorn, Finsteraarhorn, … und viele, viele Hörner und Stöcke mehr.
Einen längeren Mittagshalt legten wir relativ kurz vor dem Grimselpass ein. Dies erlaubte mir neben dem Sonnenbaden, dem obligaten Mittagsschlaf auch einige Gedanken zu spinnen.
Ein deutscher Tourist bemerkte später auf dem Parkplatz erstaunt, dass es da Leute gebe, die zu Fuss statt mit dem Auto unterwegs seien. Ja, warum sind wir zu Fuss in den Bergen unterwegs?
Der sportliche Aspekt allein genügt als Antwort nicht. Auch die Schönheit kann heute mühelos betrachtet werden und scheidet als alleinige Antwort ebenfalls aus. Ja, was genau zieht uns immer wieder in die Berge, was suchen und finden wir dort?
Welche Antwort geben wir dem Touristen? - und uns?
Hans Thierstein danke ich für diese schöne Tour, für die kompetente Führung und die Geduld mit dem Wetter und mit uns Teilnehmern.
Robert Meerstetter

 

 

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