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Tourenwoche Tessin Nord
G, Samstag 22. Juli bis Freitag 28. Juli 2017

Start: Dalpe TI
Ziel: Ulrichen VS

1. Tag: Samstag 22. Juli
Dalpe – Cap. Campo Tencia SAC

Da in der Nacht auf Samstag ein ausserordentlich schweres Gewitter mit Hagel über Konolfingen gewütet hatte, musste sich der angemeldete Hans Rudolf in letzter Minute beim Tourenleiter Klaus Bühler abmelden. Anstelle einer Bergwanderung musste er sich mit Trocknungsarbeiten in seiner Wohnung befassen. So verblieb die stattliche Zahl von 16 erwartungsvollen Teilnehmern für die Tourenwoche in einem Gebiet im Tessin, das die wenigsten schon bewandert haben.
Wegen Bauarbeiten am Bahnhof Konolfingen, der ausgerechnet über dieses Wochenende für den Bahnverkehr geschlossen wird, erfolgt die Abfahrt mittels Bahnersatzbus ab Grosshöchstetten bereits vor 7 Uhr. Über Bowil – Langnau gelangt die Gruppe nach Luzern, wo auch der Schreiberling dazu stösst. Er hat aus Bequemlichkeit erst um 8 Uhr in Bern den Schnellzug direkt nach Luzern genommen. Weiter geht die Reise über Arth-Goldau - Erstfeld - rund um die Kirche von Wassen - durch den alten Gotthardtunnel - nach Airolo. Von dort führt uns ein Postauto nach Dalpe auf 1'192 m.ü.M, wo wir um 12.02 Uhr ankommen. Klaus hat auf der schönen Terrasse des Hotels Des Alpes einen Tisch reservieren lassen. Während viele lieber das vorbereitete Sandwich aus dem Rucksack verzehren, geniessen andere ein erstes Tessinermenu mit «Coniglio con Polenta».
Um 13 Uhr ist Besammlung und nach einem kurzen Lagebericht des Tourenleiters, erfolgt die offizielle Einteilung der Chargen für diesen ersten Tag: Verantwortlich inklusive Finanzierung für Apéro, Tischwein und Bericht sind Hans-Peter, Beat und meine Wenigkeit. Das Ziel von Klaus ist, nach einer ausgeklügelten mathematischen Formel, dass bis Ende Tourenwoche, jede und jeder einmal in den Genuss einer Charge kommen wird.
Genau um 13.13 Uhr sind die Rucksäcke geschultert und bei schönstem Sommerwetter nimmt die Gruppe die erste Etappe dieser Woche in Angriff. Durch schattige Waldhänge geht es stetig aufwärts durch das Val Piumogna, und von dort über eine weitere Talstufe hinauf auf die Alpe di Croslina. Nun erblicken wir in der Ferne, oben am Hang, unser Tagesziel, die SAC-Hütte Campo Tencia. Aber noch sind 200 schweisstreibende Höhenmeter zu überwinden. Um 17.04 Uhr ist auch der letzte der Gruppe bei der Hütte auf 2'159 m.ü.M. angekommen. Rasch werden die Nachtlager bezogen und der erste Durst gelöscht. Um 18 Uhr wird beim gemeinsamen Apéro mit einem guten Tropfen Merlot Bianco auf die erfolgreiche 1. Etappe angestossen. Das Nachtessen mit Polenta, für einige zum 2. Mal an diesem Tag, erfüllt vollauf alle Erwartungen, die durch eine kürzlich erschienene Reportage über den Hüttenwart in einer Sonderbeilage zur SAC-Zeitung geweckt wurden. Nach einem letzten Schlummertrunk ist wie üblich um 22 Uhr Lichterlöschen und wir verbringen allgemein eine ruhige erste Nacht. Der gewittrige Regen draussen stört uns dabei nicht sonderlich.
Technische Daten 1. Etappe:
Länge 6.56km, Auf-/Abstieg 974m/14m, Wanderzeit inkl. Marschhalte: 3h50min.
Jacques Blumer

2. Tag: Sonntag 23. Juli
Um 7.00 nehmen wir in der Cap. Campo Tencia das Frühstück ein und marschieren um 7.50 ab. Bei schönem Wetter und angenehmer Temperatur geht die Wanderung auf und ab bis zur ersten Pause auf Cassine Lei di Cima. Es geht weiter auf und ab zum Laghetto Campolungo und zur Capanna Leit, bei welcher wir um ca. 11.00 eine kurze Pause einlegen. Weiter geht es durch eine Hochebene, anschliessend über einen weiteren Pass, kurz danach machen wir unsere Mittagspause. Frisch gestärkt geht es abwärts weiter über Alpwiesen mit vielen schönen Blumen und anderen attraktiven Objekten zum Fotografieren, wie z.B. Schmetterlingsraupen und Schlangen.
An einem Bach machen wir noch einmal eine kurze Pause, das Wetter zeigt sich mit etwas Wolken weiterhin von der angenehmen Seite. Nun nehmen wir das letzte Stück unserer heutigen Wanderung unter die Füsse und steuern unserem Tagesziel Fusio im Lavizzaratal entgegen, welches wir um 15.30 erreichen. Unsere Herberge für diese Nacht ist die Osteria Dazio, hier lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Nachdem wir uns alle frisch gemacht haben, gibt’s um 18.00 Apero und eine Stunde später ein feines Nachtessen. Wir sitzen noch in fröhlicher Runde beisammen, bis wir uns müde und zufrieden schlafen legen im Dachstock der Osteria Dazio.
Ich danke Niklaus recht herzlich im Namen aller Teilnehmenden für die gute Führung dieser Wanderung.
Ruedi Kropf

3. Tag: Montag 24. Juli
Fusio (Osteria Dazio) – Staumauer Lago del Sambuco – Höhenweg (am nordöstlichen Hang des Lago des Sambuco), Lago del Narèt, Passo del Narèt, Capanne del Cristallina.
16.25 km, ↑ 1800 m, ↓ 520 m, ca. 8 h

Am Montag ist ein gutes Frühstück ein schönes Versprechen. Die Osteria Dazio im wunderschönen Fusio zuhinterst im Maggiatal gab sich alle Mühe, der wahrscheinlich ungewohnt grossen und hungrigen Emmentaler-Gruppe, ein adäquates Frühstück in gemütlicher und gediegener Atmosphäre zu servieren.
Leider lag aber dann die Gestaltung des Wetters ausserhalb der Kompetenz der Osteria. So kam der Augenblick der Wahrheit, wo jeder sich entscheiden musste, wieweit frau sich gegen Regen schützen und wieviel man hausgemachte Feuchtigkeit akzeptieren solle. Nach einer Viertelstunde des inneren Ringens und Probetragens der verschiedenen Regen-Accessoires tauchten die Emmentaler um 08:20 in den Regen ein und trotteten Richtung Lago des Sambuco.
Kaum hatten sie (die Emmentaler) Staumauer des Lago del Sambuco erklommen, war der Regen mehr oder weniger erschöpft. Nach einem kurzen Stück entlang der Seestrasse führte der Simmentaler die Emmentaler zuerst steil bergauf auf den «Höhenweg» auf ca. 1700m.
Für mich gilt dieser Höhenweg als das Highlight des Tages. Zuerst stehen dafür die uralten, mächtigen, schön geformten und manchmal knorrigen Lärchen. Leider fehlt mir aber für eine angemessene Beschreibung das Schriftstellertalent, aber möglicherweise kann nur ein Maler die Situation richtig erfassen. Zum Highlight gehören auch die exotischen «Schwarznasenrinder», von denen ich noch nie gehört hatte. Zum Highlight gehört auch – doch da braucht es zuerst eine kurze Erklärung für die jungen Emmentaler. Früher, zu Zeiten ohne GPS, haben die Väter ihren Söhnen die Standorte der Marksteine gezeigt und jeweils mit einer Ohrfeige am Standort eingeprägt. Und nun zurück zum Highlight, zur Ohrfeige. Die Ohrfeige hat mir eine fleissige Wespe mit ihren Mitteln erteilt. Leider waren diese Wespen etwas zu fleissig und haben auch Stefan und Hans nicht verschont. Ich für meinen Teil bin aber meiner Wespe dankbar, hat sie mir doch diskret die ganze Woche immer wieder diesen wunderschönen Höhenweg über dem Lago des Sambuco in Erinnerung gerufen.
Dann ging die Zeit sehr schnell vorbei. Sie (die Emmentaler) überquerten die Alpi di Campo la Torba, vorbei am Lago del Narèt, über den Passo Narèt und dann den Felsenpfad hinauf zu einer Kiste, die jederzeit über den Grat zu kippen drohte. Diese Kiste, die beim Näherkommen als Capanna Cristallina zu identifizieren war, sah aus der Nähe ganz passabel aus.
Um 17:30 traten sie dann ein in das hochmoderne Hüttenbauwerk und wollten sich, wie es sich in einem so vernehmen Gebäude geziemt, frisch machen. Aber oha Lätz – ein Schild am Spiegel verkündete: «Es ist strengstens verboten, diese Körperteile im Lavabo zu waschen!» Als verbotene Körperteile bezeichnete eine Zeichnung jene Teile, die es besonders nötig gehabt hätten. Der kleine Hinweis auf die Dusche (CHF 5.00) versprühte nicht einmal den Charme einer Steuerrechnung. Es fehlte nur noch der Gesslerhut.
Wegen der fortgeschrittenen Zeit verzichteten sie (die Emmentaler) auf das sonst übliche Apéro und freuten sich auf das Abendessen mit Rotwein. Der Schreibende versuchte bei der Auswahl des Rotweines seines Amtes zu walten und er griff zielsicher daneben. Sie (die Emmentaler) liessen sich nichts anmerken und verzogen, so gut es ging, nur minimal die Mine.
Irgendwann so gegen 22:00 verzogen sich die Emmentaler Richtung Bett und lösten diesen Tag in süssen Träumen auf. Die Emmentaler danken dem Simmentaler herzlich für Planung und Organisation dieses schönen Tages.
Robert Meerstetter

4. Tag: Dienstag 25. Juli
Heute stünde der Christallinagipfel auf dem Programm, der höchste Punkt unserer Tourenwoche. Aber schon gestern bahnten sich düstere Verhältnisse an, die sich heute erhärteten: 5 cm Schnee auf den Tischen der Sonnenterasse und waagrechter Schneefall. Adee Christallina, auf ein anderes mal!
So genügte es, erst um 10.00 Uhr in das winterliche Schneetreiben raus nach Robiei zu starten. Kinder bauten sogar zwei Schneemänner auf der Terrasse der Hütte. Wetterfest eingekleidet, mit Stöcken bewaffnet schritten wir sorgfältig los, bis wir schon bald, tief unter uns in einer riesigen Mulde den Lago Sfundai erblickten. Einer der vielen Stauseen, die alle miteinander verbunden sind. Nicht zu verwundern, denn in dieser Gegend, sprudeln von überall her Bäche und Wasserfälle. Auf ca. 2450 m Höhe bei einer Felsstufe verliessen wir die steinige, felsige Gegend. Weit konnten wir ins Bavonatal hinaus blicken mit seinen steil abfallenden, mit Gras bewachsenen Hängen bis tief ins Tal hinunter. Auch den Schnee liessen wir oben und zwischendurch drangen sogar Sonnenstrahlen zu uns durch. Kurz vor 12.00 Uhr stärkten wir uns mit Getränk und Picknick und stiegen dann zum Lago Bianco hinab. Der Strasse entlang schritten wir fröhlich plaudernd bis zur Abzweigung unterhalb des nächsten Stausees, des Lago di Robiei, wo uns ein kleiner Weg zur Cabanna Basodino auf 1850m führte. Hier herrschte reges Treiben, denn die Kraftwerksbahn führte so manchen Wanderer in luftige Höhen und das junge Team der Hütte versuchte diese Herausforderung zu meistern. Individuell konnten wir hier unser eigenes z`Mittag essen oder uns an einer warmen Hüttensuppe laben und den gemeinsamen Schlafraum beziehen. Aber hoppla - , bis da jeder wusste, neben wem er schlafen möchte und ob jetzt der Kopf eher gegen den Gang oder die Dachschräge wohl besser sei....
Bald bildeten sich am Nachmittag um die Tische zwei leidenschaftliche Jassgruppen und eine etwas ausgelassene UNO- Gruppe. Draussen tummelten sich vier Murmeli-Jungtiere, während das Wetter dauernd wechselte und gegen Abend merklich auffrischte. Um 17.00 Uhr labten wir uns an einem köstlichen Tessinerteller mit dem obligaten Aperowein und auch das späte Znacht mit Chabisrisotte und würziger Wurst aus dem Tal schmeckte uns vorzüglich. Dann gings mit weiteren Spielrunden weiter. Das für viele unbekannte Würfelspiel «Murksen» zeigte wahres Suchtpotenzial (auch an den nächsten Tagen). Auch ohne Gipfel gingen wir zfride und glücklich ins wohlverdiente Massenlager um sich mehr oder weniger gut für die nächste Etappe erholen zu können.
Elisabeth Suter

5. Tag: Mittwoch 26. Juli
Um 7 Uhr sassen wir beim Frühstück in der Basodino Hütte. Wir liessen uns Zeit, denn draussen regnete es und es sah nicht so aus, als würde es in nächster Zeit aufhören. Nach dem Frühstück wurde die Wetterlage und die Weiterwanderung analysiert und diskutiert. So wie es ursprünglich geplant war, durch das Vallette di Fiorina auf die Bocchetta di Val Maggia, 2635m und zum Rif. Maria Luisa weiter zu wandern, war nicht möglich, denn es lag wahrscheinlich noch oder wieder Schnee auf der Bocchetta. Dazu kam die Kälte und Nässe, die ein programmgemässes weiterwandern unmöglich machten. Es gab 2 Varianten, die genauer angeschaut wurden:
1. Variante: noch 1 Nacht in der Basodino Hütte bleiben, am nächsten Tag zum Rif. Maria Luisa und von dort weiter nach Ulrichen, ohne Corno Gries Hütte
2. Variante: noch 1 Nacht in der Basodino Hütte bleiben, am nächsten Tag zur Corno Gries Hütte und von dort weiter nach Ulrichen, ohne Rif. Maria Luisa.
Die Entscheidung musste nicht durch uns gefällt werden, denn das Rif. Maria Lusia war einen Tag später ausgebucht und konnte uns somit nicht aufnehmen. Also war Variante 2 mit der Corno Gries Hütte gewählt. 4 SACler entschieden sich die Heimreise anzutreten. Schade! So waren es noch 12 SACler, die sich die Zeit mit jassen, „murgse“, schreiben, zeichnen, schlafen, Heftli lesen, Murmelikino schauen und Hüttenleben auskosten, vertreiben. Süss, diese Murmeltiere! Danke Rüedu! Noch vor dem Mittag starteten wir zu einer Stausee Sightseeing –Tour auf der Robiei. Eindrücklich ist diese Landschaft auch bei Regenwetter. Den unteren Stausee, den Lago di Robiei umrundeten wir und picknickten. Das geht auch in Regenmontur! Eines ist klar, auch an Regentagen gibt es einen Apéro! Nach diesem „Hüttentag“ freuten sich alle auf die Fortsetzung der Wanderung, natürlich bei Sonnenschein. So ist es geplant von unserem Tourenleiter, Chlöisu und der hat immer ein gutes Näschen und Händchen!
Annemarie Zingg

6. Tag: Donnerstag 27. Juli
Heute haben wir eine lange Tour vor uns, darum gibt es schon um 6 Uhr Frühstück. Die Hüttenwartin hat am Vorabend alles bereit gemacht und wir finden uns zurecht ohne sie. Was aber leider nicht klappt ist die Herausgabe der bestellten Lunchpakete, die sich im Kühlschrank befinden, der in der abgeschlossenen Küche steht. Doch mit etwas Lärm ums Haus wird auch dieses Problem gelöst. Mit einem geschrumpften Team von 12 Personen marschieren wir um 7.15 Uhr los. Wir steigen auf gutem Bergweg steil hinauf durch das liebliche Tal Vallette di Fiorina, vorbei an rauschenden Bächen und farbigen Blumen. Nach knapp einer Stunde der letzte Blick zurück zur Robiei. Die erste kurze Pause gibt’s nach ca. 1 ½ Stunden. Weiter geht’s vorbei an lauschigen Seelein mit arrangiertem Wollgras und schönen Bergblumen, immer den imposanten Basodinogletscher über uns. Die zweite Pause gibt’s nach ca. 3 Stunden auf 2480m. Von nun an begleitet uns zeitweise Sonnenschein. Mit zum Teil leichter Kraxelei kommen wir auf die Bocchetta di Val Maggia auf 2635m. Hier überqueren wir die Grenze zu Italien und gelangen ins Val Toggia. Bald erblicken wir das vorgesehene gestrige Ziel, das Rif. Maria Luisa. Wir verzichten einstimmig auf den Besuch dieser Hütte und machen stattdessen den Mittagshalt in Laghi Boden auf 2370m. an einem schönen namenlosen Seelein. Fünf Verwegene von uns nehmen ein Erfrischungsbad in diesem eiskalten Bergsee. Weiter geht’s in nördlicher Richtung auf einem reizvollen Höhenweg zum Passo San Giacomo auf 2313m., wo wir wieder die Grenze passieren. Das Glockengebimmel der hier weidenden Kühe übertönt zeitweise sogar das Palaver unserer Gruppe. Auf dieser Strecke kann auch Paul den weissen Bohnen (Spezialmenue am Vorabend für ihn) freien Lauf lassen. Bald erblicken wir tief unter uns das Bedrettotal mit der Nufenenpass-Strasse und weit hinten sogar die Gotthardpass-Strasse. Ohne grosse Höhendifferenzen durch das Val Corno erreichen wir um ca. 15.20 Uhr unser heutiges Ziel, die Capanna Corno Gries SAC auf 2338m. Die Hütte wurde sehr speziell umgebaut und bietet viel Komfort. Es folgt der obligate Apéro und ein vorzügliches Nachtessen, serviert von überaus nettem Personal (Kürbissuppe, Polenta, Rindsragout und zum Dessert Apfelmus mit Rahm). Wie es sich gehört, sind wir auch an diesem Abend pünktlich um 22 Uhr alle im Bett!!!
Niklaus, wir danken dir herzlich für die wunderschönen Touren, die wir in dieser Woche mit dir unternehmen durften. Du hast sie alle kompetent und einfühlsam geplant und geführt. Das Wetter konntest du leider nicht beeinflussen, doch war es im Nachhinein gar nicht so schlimm. Wir haben alles sehr genossen.
Kathrin Schär

7. Tag: Freitag 28. Juli
Unser letzter Tag, 06.30 Uhr Tagwache und Bilderbuchwetter – der Tessin will sich zum Abschied von seiner besten Seite zeigen.
Nach dem Frühstück nahmen wir um 8 Uhr den letzten Aufstieg durch die reizvolle Berglandschaft in Richtung Griespass in Angriff. Der Tourenleiter kann es nicht lassen auch am Schlusstag einen kleinen Umweg zu machen, er liebt es sehr sich nicht nur nach Wegweisern und Bodenmarkierungen in der Bergwelt zu bewegen. Auf der Passhöhe kehrten wir um, wanderten hoch über dem Griessee nordwärts wo sich am Horizont vier grosse Windturbinen drehten. Dort angekommen staunten viele über die Mächtigkeit dieser Bauwerke. Hier begann der lange Abstieg nach Ulrichen. Nach ungefähr 700 Hm gönnten wir uns im Hosand eine Pause. Nun waren wir bereit, die letzten 400 Hm durch das lange und abwechslungsreiche Ägenetal unter die Füsse zu nehmen. Um 13 Uhr erreichten wir Ulrichen und nahmen auf der Terrasse des Hotel Valser das Mittagessen ein, die Meisten – nach einer Woche mit Tessiner-Spezialitäten – genossen eine Walliser-Käseschnitte. Die Bahnfahrt nach Grosshöchstetten war der letzte Akt, die Tourenwoche ging hier um 18.04 Uhr unfallfrei zu Ende.
An der Woche teilgenommen haben: Jacques Blumer, Paul Emden, Eliane Gassmann, Ueli Glatz, Rudolf Kropf, Hans-Peter Ledermann, Robert Meerstetter, Beat Ritschard, Kathrin und Andres Schär, Elisabeth und Stefan Suter, Vreni Tanner, Hans Thierstein, Annemarie Zingg und ich.
Rückblickend halte ich fest, dass die Tourenwoche sehr schön war – wunderbare Bergwelt, schöne Unterkünfte mit guter Verpflegung und an vier von sieben Tagen blieb der Regenschutz im Rucksack. Die Organisation und Leitung dieser Woche war für mich ein Vergnügen und die Erfüllung eines lange gehegten Traumes!
HERZLICHEN DANK allen Teilnehmenden für die schöne Kameradschaft, den Durchhaltewillen, die feinen Aperos, die guten Weine zum Abendessen, die Tourenberichte und Fotos sowie für alle anderen Zuwendungen – das Tessin Nord bleibt mir unvergesslich!
Niklaus Bühler

 

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