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Wanderung Engstlen – Baumgarten – Reuti Hasliberg
Senioren, Donnerstag 13. Juli 2017

22 wanderfreudige SAC Seniorinnen und Senioren reisten mit dem Postauto von Meiringen durch eine wild-romantische Gegend auf die Engstlenalp, einem wunderschönen Wandergebiet mit den "Jungibäch", den bekannten Wasserfällen. Bei Kaffee und Gipfeli, gestiftet von Ueli Neuenschwander, freuten wir uns an der schönen Bergwelt. Wir hörten von der sog. Sprinz-Route, berühmt aus der Zeit, als der Innerschweizer Hartkäse, nebst anderen Gütern, ein richtiger Exportschlager war. Säumer brachten ihre Waren nach Domodossola, verkauften auf den italienischen Märkten den Hartkäse und kehrten mit Wein, Reis, Mais und Gewürzen in die Bergtäler zurück.
Zirka 500 Kühe weiden jeweils im Sommer auf der Engstlenalp...
Durch die Moränenlandschaft mit dem stillen See wanderten wir zum berühmten Kraftort der Alp. Auf einer kleinen Anhöhe sahen wir einen grossen Kultstein. Nachgewiesen ist, dass der Ort durch die Kelten zur Kultstätte wurde. Wir lauschten der Sagengeschichte von den drei Frauen, von denen die jüngste oft nachts als weisse Gestalt, auf dem Stein sitzend, gesehen wurde.
Weiter ging's dann über Bergwiesen, wo wir der seltenen Türkenbund-Lilie begegneten.
Unsere Mittagsrast verbrachten wir auf einer Wiese mit Sicht auf die Baumgartenalp hinunter. Die berühmten Haslizwerge haben im Tal eine lange Tradition. Der Muggenstutz sei der älteste Haslizwerg wurde uns berichtet. Gespannt hörten wir den abenteuerlichen Geschichten zu.
Anschliessend rezitierte Aschi Remund das Gedicht von Viktor von Scheffel, 1826-68.

"Ehre sei Gott in der Höhe,
dass er die Berge so hoch gestellt.
Er tat damit seiner Weisheit kund,
damit nicht jeder Lumpenhund,
mit denen die Täler reichlich gesegnet sind,
dem fröhlichen Wanderer hier oben begegnet.
Ehre sei Gott in der Höhe."

Nächstes Ziel war Baumgarten. Hier zweigte die „Kurzwandergruppe“ ins Gental ab. In Schwarzental wollten sie das Postauto nach Meiringen erreichen. Die „Langwandergruppe“ marschierte noch 3 Stunden hoch über dem Tal weiter nach Hinterarni – Lengenbach und Reuti, von wo aus uns die Gondelbahn nach Meiringen hinunter brachte. Bei einem kühlen Trunk beendeten wir den erlebnisreichen Tag.
Vielen Dank den beiden Wanderleitern, Ueli Neuenschwander und Aschi Remund.
Therese Krähenbühl


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