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Skitourentage Rotondo
G-Tour, Freitag 16. bis Sonntag 18. April 2021

Am Freitag reisten wir, 8 SACler, durch das Goms nach Realp. Gemütlich stiegen wir durch das Witenwasserental, den Markierungsstangen entlang, zur Rotondohütte, 2567 m.

Bei herrlichem Sonnenschein starteten wir am Samstagmorgen Richtung Pizzo Lucendro, 2962 m, ein wunderschöner Aussichtsberg, dessen weisse Spitze wir bereits beim Frühstück von der Hütte aus bewundern konnten. In zwei Gruppen stiegen wir über weite Hänge, am Schluss ziemlich steil zur Lücke, Punkt 2790 m und weiter bis zum Skidepot auf. Gegenseitiges Motivieren und Hans’ ruhige, umsichtige Art halfen, dass alle den Gipfel zu Fuss erreichten. Die Aussicht war fantastisch, von den Berner Alpen über den höchsten Tessiner Gipfel, den Basodino, über die Grenze nach Italien, Gotthard, zu den Urner Bergen bis zum Galenstock.... war alles zu sehen. Einfach grossartig! Da es ziemlich windig war und viel Betrieb herrschte auf dem Pizzo Lucendro, genossen wir die Mittagsrast weiter unten. Die zwei Pulverschnee-Spürnasen Hans und Tinu fanden herrliche, unverspurte Hänge. Bis Oberstafel war es schlicht und einfach eine Hammerabfahrt! Nun mussten die Felle noch einmal montiert werden, um die letzten 300 hm zur Hütte zurück aufzusteigen. Bei der Rotondohütte entspannten wir uns auf der sonnigen Terrasse in Liegestühlen, mit kühlen Getränken und einigen Yogaübungen.

Am Sonntag stand wieder ein markanter Gipfel auf dem Programm, der Hausberg der Rotondohütte, das grosse Läckihorn/Leckihorn, 3067 m. Über den Läckipass erreichten wir das Skidepot. Mit Steigeisen und Pickel meisterten wir den Aufstieg über die Nordwestflanke dem Gipfelkreuz entgegen. Der Schreiberin ging es im Abstieg vom Gipfel auf den Füssen wahrscheinlich zu wenig schnell. Sie probierte es auf dem Hosenboden. Hans und das eingerichtete Seil fingen sie aber sicher auf und der Abstieg gelang nun auch ihr auf den Steigeisen. Wieder erwartete uns eine Traumabfahrt vom Rottällipass bis nach Realp. Was will man mehr! Nicht ganz so einfach war heute, das geeignetste Mittagsplätzchen zu finden, das löste doch die eine oder andere Diskussion aus. Zu unserer Überraschung durften wir einen gepflegten Ausklang im Erstklasswagon der SBB von Brig nach Thun geniessen.

Lieber Hans, wir sind dankbar für die wunderbaren Gipfelerlebnisse und Pulverschneeabfahrten, die wir dank deiner perfekten Organisation und Führung im Rotondogebiet erleben durften! Es bleiben noch Gipfel übrig für ein nächstes Mal!

Annemarie Zingg

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