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Skitourenwoche Juf
G-Tour, Samstag 27. März bis Freitag 02. April 2021

Sonntag, 28. März
Tour 1, Mingalunhorn

Nach einer kurzweiligen Anreise am Samstag startet heute unsere erste Skitour in Juf.
Um 7 Uhr geniessen wir ein reichhaltiges Frühstück in unserem gemütlichen Hotel Alpenrose. Bereits um 8 Uhr sind wir startklar. Die ersten Kilometer führen uns taleinwärts. Dann steigen wir stetig, in drei Gruppen, unserem heutigen Ziel, dem Mingalunhorn, 2965m entgegen. Alle Gruppen erreichen den Gipfel und geniessen eine herrliche Rundsicht auf die Berggipfel und eine ausgiebige Mittagsrast. Drei verschiedene Gruppen, drei verschiedene Abfahrten führen uns bei unterschiedlichen Schneeverhältnissen wieder nach Juf zurück. Herzlichen Dank an alle Tourenleiter für die gute Betreuung auf der ersten Tour.
Vor unserem Hotel lassen wir unseren Tourentag bei herrlichem Sonnenschein, warmen Temperaturen, kühlen Getränken und einigen Yogaübungen ausklingen.
Sandra und Annemarie

Montag, 29. März
Tour 2, Tscheischhorn

Nachdem sich gestern etliche G-ler mit nur heissem Wasser am Berg vorgefunden hatten, hat heute jede/r das System mit den Teebeuteli begriffen. Nach der Abfahrt nach Juppa und Einbiegen ins Tal Bergalga, konnte nach Korrektur der Routenwahl der Tscheichabach umgangen werden. In drei Gruppen stiegen wir bei wiederum strahlendem Wetter (warm!) gemütlich zum Skiberg (P. 2981) vom Tscheischhorn auf. Die Bergstille wurde öfters mal durch die Dampflocke der Gruppe Zahnrad unterbrochen. Nach kurzem Lunch bestiegen die fünf Gipfelstürmer/in das Tscheischhorn (3018m). Die Sulzabfahrt wurde von allen gut gemeistert. Schlussendlich brachte uns der Zubringerskilift zur Postautohaltestelle. Dem Skiliftangestellten waren die Einnahmen deutlich wichtiger als das Durchsetzen der Maskenpflicht. Der Tag konnte wunderbar mit Yoga auf der Alpenrosenterrasse, feinem Apéro, Wein und Abendessen abgerundet werden.
Esther, Irene, Christine und Samuel

Dienstag, 30. März
Tour 3a, Teilbericht der Seniorengruppe
Wieder steht einen wolkenlosen Tag im Tal des Jufer Rheins vor uns, mit angenehmen Temperaturen von -1°/ +12° C. Heute wird auf vielseitigen Wunsch die Tourengemeinschaft in verschiedene Gruppen aufgesplittet. Die Seniorengruppe um Tourenleiter Klaus Bühler, bestehend aus 3 Teilnehmern, zieht ihren gemütlichen Tag ein.
Um 9 Uhr fahren wir auf unseren Skiern von Juf hinunter nach Juppa und lassen uns dort vom Skilift Tscheischa auf 2'520 m.ü.M. hinaufziehen. Bei der Bergstation angekommen, werden die Felle aufgezogen. Unser Ziel ist es, den vordersten Bergspitz des Grats zum Tscheischhorn (Pkt. 2'793 m) zu besteigen. Rasch erweist sich ein Vorwärtskommen trotz Harsteisen oft mühsam, denn der lockere Schnee auf der harten Unterlage rutscht unter den Skiern weg. Am Schluss geben wir, nach einigen schwierigen Spitzkehren, in einem steilen SO-Hang ca. 70 m unter unserem Gipfelziel auf. Für 200 Höhenmeter brauchten wir fast eine Stunde! Die anschliessende Abfahrt hinunter zur Bergstation in welligem, verblasenem Weichschnee ist wahrlich kein Genuss. So benutzen wir für die restliche Talabfahrt die Piste, die schön aufgeweicht einige schöne Schwünge zulässt. Unterwegs an der Sonne geniessen wir zudem einen gemütlichen Mittagshalt.
In Juppa treffen wir auf unsere Wanderfrau Sandra und zusammen bringt uns vor 2 Uhr das Postauto wieder zurück nach Juf. Dort geniessen wir an der Sonne, vor unserem Gasthaus Alpenrose, das traditionelle Bier.
Jacques Blumer

Tour 3b, Teilbericht Piz Turba
Heute ist der 3017 m hohe Piz Turba unser Ziel. Von unserem Gasthaus aus, konnten wir seinen Gipfel jeweils von der Terrasse aus bewundern. Ein markanter Gipfe,l der das Tal abschliesst. Die Bedingungen sind gut, wir können uns an dieses Gipfelziel wagen. Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet ziehen wir los. Zuerst flach, weiter dem Talboden folgend, entlang des Jufer Rheins. Bei Bleis zweigt unsere Spur nach südosten ab. Bald wird es steil. Die nächsten 400 Höhenmeter reihen wir Spitzkehre an Spitzkehre bis wir die Fuorcla de la Valletta erreichen. Hier auf einer Terrasse querend und dann nochmals sehr steil zur Forcellina. Da machen wir Pause. Der Gipfel des Turba ist näher gerückt. Gestärkt steigen wir weiter. Die letzten Höhenmeter erfordern nochmals einige Spitzkehren. Dann stehen wir auf dem Westgrat beim Skidepot. Zu Fuss erreichen wir den Gipfel. Hier können wir die Rundsicht ausgiebig geniessen. Es ist auch warm genug für das Mittagessen auf dem Gipfel. Dann folgt der Abstieg. Die Abfahrt ist ein Genuss. Der Schnee unterschiedlich. Gepresster Pulver, manchmal Hartschnee und etwas ruppig, dann Sulzschnee. Wir fahren in Richtung Bivio, steigen dann über Columban ca. 100 Höhenmeter wieder auf und kommen zurück auf die Fuorcla de la Valletta. Unten im Tal ist Juf zu sehen und schon bald treffen auch wir bei unserem Gasthaus ein. Auf der sonnigen Terrasse lassen wir alle zusammen den Tag ausklingen und tauschen unsere Erlebnisse aus. Zwei erfahrene Yoga Praktizierende, laden alle die mögen ein, zu einigen einfachen Dehnungsübungen, draussen auf unserer Terrasse.
Wir danken unseren Tourenleitern für die umsichtige, professionelle Leitung diese Tour.
Ruth Oberer

Mittwoch, 31. März
Tour 4, Piz Surparé

Nach dem ausgiebig genossenen Frühstückstbuffet starten wir heute zur Königsetappe dieser Tourenwoche, unserem höchsten Gipfel, dem Piz Surparé mit seinen 3077m. Nachdem am Vortag für verschieden Gruppen unterschiedliche Programme durchgeführt wurden, kommen heute restlos alle auf diese vielversprechende Gipfeltour mit. Um 07.30 geht’s in drei Gruppen direkt von unserer Pension mit montierten Harscheisen den hartgefrorenen Hang zum Stallerberg hinauf. Kurz nach Neun Uhr geniessen wir in den ersten Sonnenstrahlen auf dem Stallerbergpass das wohlverdiente Znüni. Nach einer sonnenbeschienenen Hangquerung kommen wir schon recht ins Schwitzen und die vordere Gruppe kann auf einem Felsen sogar ein scheues Schneehuhn beobachten. Weiter gehts allmählich den Talkessel hoch und auf 2800m gönnen wir uns eine weitere Pause. Steil gehts nun in Spitzkehren die letzten Höhenmeter gegen den Grat hoch. Als Überraschung, die von nun an einen legendären Status für den Rest der Tourenwoche erhalten sollte, stehen wir vor der letzten Spitzkehre im Steilhang: da hat jemand in grosser Handarbeit und Perfektion eine «Drehscheibe» in den Schnee gegraben. Auf einem ebenen Bödeli konnten man die Skier einfach 180° drehen. Der vordere Teil der Skier verschwanden in einem tief in den Schnee gegrabenen waagrechten Schlitz um dann in der entgegengesetzten Richtung weiterlaufen zu können. Schon stehen wir auf dem Grat, machen ein Skidepot und kraxeln die letzten Höhenmeter auf den Gipfel. Die prächtige Fernsicht bei wolkenlosem Himmel belohnt uns für den Aufstiegsschweiss. Nun dürfen wir eine wunderbare Abfahrt gegen Bivio nach Plano auf ca. 2300m geniessen, wo wir wieder die Felle montieren. Nach einem weiteren, heissen Aufstieg auf 2487m können wir wieder in unser Tal zum Jufer-Rhein hinunterblicken und geniessen eine weitere Sulzabfahrt vom Feinsten, die direkt in unserem Dorf vor der Pension endet.
Vielen Dank an alle Tourenleiter, die uns eine weitere unvergessliche Tour ermöglicht haben!
Stefan Suter

Donnerstag, 1. April
Tour 5a, Wengahorn
Die Gemütlichen starten heute Morgen um 8:00, angeführt von Niklaus Bühler. In angenehmem Tempo, nicht ganz total gemütlich, auch am letzten Tag nicht, gings aufs Wengahorn (2848m) der Hausberg von Juf. Niklaus forderte uns auch technisch, mit Harscheisen, aber gut machbar. Der Hoger war steiler als gedacht! Im Aufstieg hörten wir noch die zwei neuen Kälber im Stall, welche sich noch einleben mussten. Der Bauer bestätigte, dass es mehr Kühe als Menschen im Dorf gibt mit Ganzjahreswohnsitz.
Auf dem Gipfel wehte ein ziemlicher Südwind, und wir konnten doch noch alles Mitgetragene anziehen. Urs, Fritz und Niklaus umsorgten uns gut, mit Bödeli präparieren, Skis tischele oder andern Tipps. Nach dem Imbiss, nach dem erste Hang, konnten wir eher besser mit Tempo durch den Sulz Richtung Dorf fahren.
Wir sind dankbar auch für diese schöne Tour, immer noch bei tiefblauem Himmel und ohne Zwischenfälle!  
Irene

Tour 5b, Piz Piot
Am 1. April, dem letzten Tourentag teilten sich die drei bisherigen in zwei 8er-Gruppen; in eine vermeintlich Gemütliche und in eine «Andere», mit dem Tagesziel Piz Piot 3037m.
So machten wir (die anderen) uns bereits um 7:00, gut verpflegt, an unser Tageswerk. Wie erwartet, begann der Anstieg sehr sachte auf der Langlaufloipe und führte dafür bis zuhinterst in das Tal Jufer Alpa. Anders als der Fuchs, der in unglaublicher Geschwindigkeit das Tal querte, den Aufstieg in der Falllinie wie nichts überwand und bald am Horizont verschwand, führte uns Samuel auf einer idealen Spur unmerklich in die Höhe via Piotjoch auf den Vorgipfel des Piz Piot auf 3037m. Diesen erreichten wir nach genau 3½ Stunden um 10:30. Nachzutragen bleibt der Dank an die unbekannten Erbauer für die wiederum ideale platzierte «Drehscheibe» bei der letzten Spitzkehre im Steilhang.      
Wir genossen bei der gut halbstündigen Gipfelpause das perfekte Wetter, die gestochen scharfe Bilderbuchaussicht und den warmen Hüttentee oder wenigstens das warme Hüttenwasser aus der Thermosflasche.
Nach genau einer halbstündigen Abfahrt durch die abwechslungsreiche Topografie und auf ebenso abwechslungsreicher Unterlage, wartete Sandra am Beginn der Langlaufloipe auf uns und ermunterte uns zu einer halbstündigen Verschnaufpause.
Bereits 12:20 sassen wir auf der Sonnenterasse der Alpenrose und betrachteten den Hausberg oder genauer die Gemütlichen bei der Abfahrt.
Ich war dann froh, beim Apero Alle gesund wiederzusehen und danke den Tourenleitern und Teilnehmern für das kooperative Zusammensein während dieser Tourenwoche!
Robert


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