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Maiwanderung Loetschberg-Suedrampe
Senioren, Dienstag 18. Mai 2021

Von nah und fern strömten 20 wanderfreudige Senioren/innen nach Frutigen. Gemeinsam fuhren wir anschliessend mit der BLS nach Hohtenn, dem Ausgangsort unserer Maiwanderung. Die Corona-Regeln und die etwas unterschiedlichen Herausforderungen auf den beiden Wanderrouten Richtung Ausserberg respektierend, teilten wir uns in zwei Gruppen:

Die erste Gruppe, aus uns fünf Frauen und zwei Männern bestehend, wanderte auf dem klassischen Südrampenweg Richtung Ranerchumme. Wir alle genossen den sonnigen Morgen nach den grauen Regentagen im Unterland. Am Wanderwegrand blühten bereits Mannsschildspölsterchen? und Sonnenröschen. Später entdeckten wir an feuchten Stellen auch das „weisse Waldvögelein“. Unterwegs rauschte aus dem Rest einer Lawine ein reissender Bach über den Weg, den wir über eine kleine Hilfsbrücke überqueren konnten. Hangabwärts lagen noch kreuz und quer mitge-rissene Baumstämme. Über Lidu erreichten wir nach einer guten Stunde den Rastplatz Brägljieggu. Frisch gestärkt, wanderten wir auf dem Höhenweg weiter. Unsere Blicke schweiften nun immer wieder ins breite Rhonetal hinunter. Wir entdeckten Raron: auf dem Burghügel die spätgotische Kirche an deren Südseite das Grab Rainer-Maria Rilkes liegt. - Unsichtbar blieb für uns die moderne unterirdische Felsenkirche. Wenig später erreichten wir die Chrütterbeiz auf der Ranerkumme, wo wir unsere Gruppe 2 zur Mittagsrast erwarteten.

Für die zweite Gruppe führte der Pfad gleich beim Bahnhofgebäude Hohtenn ziemlich steil zum gleichnamigen Dorf hinunter. Dort suchten wir den weniger bekannten Suonenweg auf und wanderten fast ebenen Weges ostwärts der murmelnden Wasserleitung «Stägeru-Sue» entlang. Die Walliser Felsensteppe trug noch ihr saftig-frisches Frühlingsgrün und plötzlich entdeckten auch wir das erste «weisse Waldvögelein» (die Orchidee des Jahres 2017!). Unterwegs galt es zuweilen, einige heikle Passagen zu meistern: Die munteren Gespräche wurden dann jäh unterbro-chen und die Aufmerksamkeit blieb ganz auf unsere Tritte gerichtet. Nach einer kurzen Rast querten wir in Einerkolonne einen Tunnel und legten dann weiter über Gitterpassagen und Metalltreppen rund 100 Höhenmeter zurück. Am Ende einer imposanten Schlucht erreichten wir über eine kurze Hängebrücke Brägji, wo auch wir dann auf den klassischen BLS-Südrampenweg gelangten und unsere erste Gruppe bei der Chrütterbeiz wieder einholten.

Alle genossen die verdiente Mittagrast unter der wärmenden Maisonne, gekrönt schliesslich noch von Renés Geburtstagsgeschenk: ein Extragetränk für alle! Herzlichen Dank, René!

Dem ehemaligen Transportweg für Aushubmaterial der BLS folgend, querten wir nun teils in Tunneln eine steile Schieferwand bis zur Eisenbahnbrücke und auf der anderen Talseite weiter bis zum Rastplatz Riedgarten. Darauf führte der Wanderweg eine gute Stunde den verschiedensten Wasserleitungen (Halb- und Ganzrohre, ausgehöhlte Halbstämme, Steinplatten- und Bretterrinnen) entlang leicht talwärts. Dann aber erwartete uns noch eine Gegensteigung die uns noch ins Schwitzen brachte. Oben in Wolfsbiel angekommen, sahen wir bereits unser Wanderziel: Aus-serberg. Auf der Terrasse des Hotels Bahnhof genehmigten wir unseren üblichen Umtrunk und fuhren dann um 15:46 mit der BLS wieder nach Frutigen zurück.
M. & B. Krähenbühl

 


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